Liebe Frau Bundeskanzlerin,

unter uns: Ich benötige keine Hochachtung, und auch kein gesteigertes Interesse an meiner Person, weil ich Jüdin bin.

Ob ich die Gesellschaft bereichere, sei dahingestellt, definiere ich mich doch nicht über meinen Glauben, sondern meine Persönlichkeit. Wenn Sie all diese Dinge für uns Juden fordern, grenzen Sie uns ungewollt ab. Geben uns eine Sonderstellung, die zumindest ich nicht haben möchte.

Deal?

Und deshalb steht man im Schulterschluss mit Akteuren aus dem Zentralrat der Muslime, der unter seinem Dachverband Organisationen wie ATIB, die den rechtsextremen „Grauen Wölfen“ zugeordnet werden, beherbergt und initiiert mit Funktionären des ZMD allen Ernstes ( wie in NRW) Projekte „gegen“ Antisemitismus?

Deshalb schürt deutsche Außenpolitik, in dem sie jede noch so absurde UN-Resolution gegen Israel durchwinkt, die moderne Form des Judenhasses, die scheinheilige „Israelkritik“?

Deshalb verneigt sich unser Bundespräsident posthum vor dem Judenmörder Arafat und deshalb unterstützt unser Außenminister das Mörderregime Iran, das den jüdischen Staat erklärtermaßen auslöschen möchte?

Wenn Sie Sorge dafür tragen, dass jüdische Einrichtungen geschützt werden, Sie eine unkontrollierte Einwanderung von Judenhassern stoppen, keine israelfeindliche Politik betreiben, nicht mit (legalistischen) Islamisten kooperieren, bin ich für meinen Teil schon zufrieden…um alles andere kümmere ich mich dann selbst.

Deal?

Shalom. Malca Goldstein-Wolf