Eine aktuelle Studie der University of Guelph (Kanada) weist nach, dass mehr Fischprodukte und Seefrüchte falsch ausgwiesen sind als man vielleicht bisher dachte: So sollen es 32% der Fische falsch ausgezeichnet sein. Dies beginnt schon bei den Samples und zieht sich naturgemäß dann durch die gesamte Wertschöpfungskette der Fischindustrie.

We’ve been doing seafood fraud studies for a decade,” sagt Prof. Robert Hanner, Associate director for the Canadian Barcode of Life Network. “We know there are problems. But this is the first study to move beyond that and look at where the problems are happening throughout the food supply chain.

Die Forscher der University of Guelph untersuchten 203 Sampels von 12 Schlüsselspezies, die von verschiedenen Importeuren, Händlern und Verarbeitungsanlagen für den kanadischen Markt stammen. Von diesen drei untersuchten Gruppen wiesen die Händler die höchste Prozentanzahl an fehlerhafter Bestimmung der Ware auf: 38,1%. Damit sind sie auch zentral für die Behebung dieses Mißstandes.

Als Gründe sieht man einerseits einfach Betrugsabsichten, um billigere Fischarten als teurere zu verkaufen, aber auch unterschiedliche Kriterien der Zuordnung spielen eine Rolle: Was dem einem ein Lachs ist, mag für den anderen eine Forelle sein: “It’s either economically motivated, meaning cheaper fish are being purposely mislabelled as more expensive fish. Or it’s inconsistent labelling regulations between countries and the use of broader common names being used to label fish instead of scientific species names that are leading to mislabelling.

Am Ende des Tages weiß der Konsument nicht wiklich, was er isst und auf dem Teller hat, stellen die Forscher der University of Guelph etwas resignierend fest.

 

 

 

(Sender/Quelle: UNiversity of Guelph)