Obwohl wir #Juden mit ~1% einen verschwindend geringen #Bevölkerungsanteil ausmachen, werden in Frankreich etwa 50% aller rassistischen #Handlungen gegen Juden verübt.

Und obwohl sich dieser gewalttätige, tödliche #Antisemitismus auf dem ganzen europäischen Kontinent breit macht, schwelgt man in den #Medien, #Politik und #Gesellschaft in den Kindheitserinnerungen der Märchen aus „1001 Nacht“.

Dabei haben diese Straftaten – so ein genauerer Blick in die Statistiken – sehr oft bis überwiegend (!) eine nahöstliche #Komponente.

Angesichts dieser erschreckenden Erkenntnis und sehr aufschlussreichen Zahlen, sowie der massiven #Bedrohungslage kann ich daher nur mit dem Kopf schütteln, wenn mich #Tagträumer aus dem linken #Meinungskorridor auffordern und nahelegen, doch bitte damit aufzuhören mich zu Antisemitismus und #Morddrohungen meiner Person gegenüber zu äußere, da man mich für einen #Heuchler hielte.

Ich äußere mich – so der Vorwurf – „deutlich zu selten“ zu rassistische Übergriffe auf Nicht-Juden. Zudem sei ich ein „Rassist“ wenn ich arabisch-muslimischen bzw. türkischen-/pal-arabischen #Rassismus und #Rechtsextremismus beim Wort nenne.

Nun: offenbar liegt hier ein gravierendes #Missverhältnis in der verzerrten #Wahrnehmung von #Weltbildern und evidenz-basierten #Realitäten/#Tatsachen vor.

Ich verabscheue jede – absolut jede – Form gruppenbezogener #Menschenfeindlichkeit und ich äussere mich sehr oft dazu. Weitaus häufiger als es ein Blick auf die nakten Zahlen in der Polizeistatistik eigentlich zulassen um objektiv zu sein.

Denn gemessen an den #Straftaten und der jeweils betroffenen #Bevölkerungszahl, ist mein (!) Risiko Opfer einer gewalttätigen Straftat zu werden, 4.200x mal höher (!) als wäre ich Mitglied der am zweit-stärksten bedrohten Minderheit (Sinti & Roma).

Und ich laufe als Jude dabei noch stärker Gefahr von wem auch immer zusammengeschlagen und/oder ermordet zu werden, als jeder andere.

Das ist auch der Grund weshalb ich mich darauf fokussiere und meine Energie hier bündle.

Es braucht nicht noch mehr Volksverpetzer und Ruprecht Polenze, die sich vollkommen unbeirrt der dritten oder vierten Reihe im #Minderheitenquartett bedrohter #Bevölkerungsgruppen und #Täter annehmen bzw. protegieren.

Ich gehöre der #Minderheit an, die von dieser Minderheit am stärksten bedroht und verachtet wird.

Und obwohl ich das sage, heißt das noch lange nicht, dass ich diesen #Hass toleriere oder es nicht unterstütze dagegen vorzugehen. Ganz im Gegenteil, liebe #Linke.

Besonders derb wird die #Angelegenheit wenn auf meine Kommentare und Beiträge zur gewalttätigen, antisemitischen Übergriffen auf meine Familie, mir gegenüber mit Verachtung und grenzenlosem Hass reagiert wird. Das derbste Beispiel durfte ich gestern hierzu erleben, als zwei durchaus integere Personen ihre möglicherweise legitime Kritik mit gegenüber damit garnierten, dass ich ein „jüdisches Arschloch“ sei.

Dieser rassistisch, antisemitische Verbal-Ausfall linksgedrehter #Wutbürger war natürlich in deren #Wolke (eine ganze „Blase“ solcher Menschen) weder rassistisch noch antisemitisch. Man wollte eigentlich keinen Bezug zum #Judentum herstellen, hat es aber dennoch getan.

Das sind diese Momente wo ich mehr als sprachlos dastehe und mich frage, ob es überhaupt noch Sinn macht zu versuchen diese Gesellschaft – die in sich zerberstest – zu retten und die Gräben zwischen den beiden Fronten zu kitten (und als Bindeglied zu dienen) oder ob man beide Seiten sich nicht gegenseitig einfach die Köpfe einschlagen lässt und hofft, dass beide Seiten maximal-dezimiert aus diesem Auseinanderstoßen herauskommen.

Ekelhaft. Mich widert diese Gesellschaft nur noch an.