Noch immer sind nicht alle Details dieses Terroranschlags bekannt und doch ist leider klar: Dies war ein weiterer Anschlag auf unsere Lebensweise und unsere freie Gesellschaft – ausgeführt mutmaßlich im Namen einer Religion. Noch stehen wir unter Schock und leider sind auch noch sind nicht alle Terroristen gefasst.

Doch ist auch klar: Eine Tat wie diese darf nicht weiter spalten, sondern muss zusammenführen; zusammenführen im Kampf gegen Islamismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und jede andere Form von Hass verbreitendem Extremismus.

Und nein, wir werden nicht einknicken und unsere Meinungsfreiheit, offene Debattenkultur, oder generell unsere Lebensweise aus Angst vor diesen Extremisten einschränken, oder in irgendeiner Weise ändern.

Wir alle sind Charlie Hebdo; wir alle sind Paris, Nizza, Wien, usw. Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht den Extremismus zu besiegen und wenn wir “wir alle” sagen, dann meinen wir das genau so, egal ob Juden, Christen, Muslime, Buddhisten, Atheisten, oder was auch immer.

Und jeder von uns ist gefragt dafür einzutreten, dass alle Religionen und Lebensweisen frei leben können, ohne Diskriminierung, Anfeindung, oder noch mehr schwer bewaffnetem Polizeischutz.

Ein Anschlag wie dieser darf dem Rechten Lager keinen Auftrieb geben, um gegen einzelne Religionsgemeinschaften zu hetzen, oder diese ausgrenzen zu wollen. Und auch wenn dieser Anschlag einmal mehr im Namen „Allahs“ verübt wurde, gibt dies niemandem das Recht hieraus einen Rückschluss auf Muslime insgesamt zu ziehen. Bei den Terroristen handelt es sich unbestreitbar um eine kleine Minderheit extremistisch denkender Personen innerhalb ihrer Religionsgemeinschaft.

Gleichwohl müssen wir nochmals betonen, was wir schon viel zu oft festgestellt haben: Auch wenn wir alle gefragt sind uns gegen Extremismus zu stellen, so wäre es mehr als wünschenswert, dass sich vor allem auch Muslime endlich genauso entschieden gegen den Extremismus und Fanatismus in den eigenen Reihen wehren würden, wie man in der Vergangenheit vehement gegen Karikaturen, mutmaßliche Islamophobie und viel zu oft leider auch gegen Israel bereit war auf die Straße zu gehen.

Leere Worthülsen irgendeines Zentralrats reichen bei weitem nicht mehr aus. Es geht darum die Extremisten aus den eigenen Reihen zu verbannen, als extremistisch bekannte Imame, Verbände, oder gar Moscheen zu schließen, usw.

Die Akzeptanz und die schweigende Hinnahme des mutmaßlichen Missbrauchs des Islam für Terrorismus muss endlich ein Ende haben. Wo bleibt der Aufschrei und Aufmarsch der rund 4,5 Mio. friedlich in Deutschland lebenden Muslime; wo der Protest und Maßnahmenkatalog der rund 26 Mio. Muslime allein in Europa?!?!

Hier sind wohlgemerkt auch unsere Städte, Kommunen und unsere Regierung gefragt: In diesem Sinne fordern wir einen sofortigen Stopp jedweder Zusammenarbeit und ins besondere auch finanzieller Förderung, oder auch nur Duldung von verfassungsfeindlichen Personen, Organisationen, oder Einrichtungen.

Hass und Hetze – und erste recht eine Aufstachlung zu Gewalt, wie sie nicht zuletzt auch durch extremistische Diktatoren in hauseigenen Moscheen und/oder Schulen und anderen Einrichtungen (z.B. vom Iran oder der Türkei) in Deutschland betrieben wird – darf nicht länger hingenommen werden.

Wenn die jüngsten Schreckenstaten in Frankreich und Österreich eins gezeigt haben, dann ist es, dass ein deutliches Umdenken zur Verteidigung unserer Grundwerte und Lebensweise mehr als notwendig ist.

Weder dürfen wir den Rechten erlauben diese Taten als Rechtfertigung für noch mehr Hass zu missbrauchen, noch dürfen wir aus Angst einknicken und uns verbarrikadieren.

Aber wir müssen Handeln und zwar jetzt, bevor es endgültig zu spät ist und noch Schlimmeres passiert. In diesem Sinne unser Beileid den Hinterbliebenen der Opfer dieses schrecklichen Anschlags und unsere besten Genesungswünsche allen Verletzten!

Erstveröffentlichung > Honestly Concerned e.V.