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Agrophotovoltaik – Auswirkung der Photovoltaik auf den Wasserhaushalt

2019-05-27T18:51:35+00:0027 Mai 2019|Allgemein, Nachhaltigkeit|

Ein Forschungsteam der Fakultäten Bauingenieurwesen und Landwirtschaft, Umwelt und Chemie untersucht, wie sich Agrarflächen sowohl für den Anbau von Nahrungsmitteln als auch zur Energieerzeugung nutzen lassen. Zusätzlich zur bestehenden Agro-Photovoltaik-Anlage in Pillnitz wurde auch eine Anlage in Kenia aufgebaut.

Steigende Bevölkerungszahlen, ein erhöhter Energieverbrauch und der dadurch bedingte Klimawandel erhöhen den Nutzungsdruck auf den ländlichen Raum. Klimatische Veränderungen erschweren vielerorts den Anbau von Nahrungsmitteln, gleichzeitig steigt durch das Bevölkerungswachstum die Nachfrage. Da der Flächenbedarf für erneuerbare Energien ebenfalls stetig wächst, kommt es zur Konkurrenz zwischen Land- und Energiewirtschaft. Die Photovoltaik (PV) ist inzwischen die preiswerteste Art der Stromerzeugung und spielt somit bei der Energiewende eine prominente Rolle.

Das Forschungsteam Ingenieurhydrologie erforscht seit zwei Jahren den Einfluss von klassischen Photovoltaik-Anlagen auf das Mikroklima und den Bodenwasserhaushalt. „Während Zahl und Größe der PV-Anlagen weltweit rasant steigen, ist so gut wie nichts über deren Auswirkungen auf die Umwelt bekannt.“, so Projektleiterin Professorin Ulrike Feistel. „Unsere Messungen an verschiedenen Standorten zeigen, dass die Veränderung in der Niederschlagsverteilung zusammen mit einer verringerten Sonneneinstrahlung unter den Modulen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt hat. Je nach Lage unter den Modulen variieren die Stärke des Niederschlags und der Versickerung. Außerdem ist durch die Beschattung die Verdunstung geringer.“ Seine Ergebnisse stellte das Forschungsteam auf der Abschlusskonferenz des Projektes APV-ReSoLa des Fraunhofer Instituts für Solarenergie (Fraunhofer ISE) Anfang Mai in Berlin vor.

Sowohl die Ergebnisse des Fraunhofer ISE als auch der HTW Dresden belegen im Wesentlichen, dass eine Doppelnutzung von Flächen möglich ist und dass die Beschattung durch die Module insbesondere in Trockenzeiten einen positiven Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben kann. „Die ersten Ergebnisse der Forschungen sind ermutigend. Die Konferenz hat Schwung und Energie für die Weiterführung der Forschungen – sei es beim Hopfen-, Wein- oder Obstanbau, aber auch in der kleinflächigen Landwirtschaft gegeben.“, freut sich Professorin Feistel. „Wir planen deshalb, unsere Forschung auf verschiedene Böden und Klimabedingungen auszuweiten. Ein erster Schritt ist eine kleine Agro-PV Anlage an der Taita Taveta University in Kenia.“

 

 

(Sender/Quelle: HTW Dresden)

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