Als ich meinen #Militärdienst bei der #IDF leistete, besuchte ich im Rahmen einer #Bildungsreise als junger #Offizier auch das Vernichtungslager #Auschwitz. Der Ort an dem ein Großteil meiner #Familie ihr Leben gelassen hat. Vernichtet wurde.

Die Gefühle, die damals in mir vorgingen – als junger, stolzer und überzeugter Soldat in Uniform an diesem Ort – sind unbeschreiblich: Insbesondere als wir in einer solchen #Gaskammer standen, wo sich wohl die letzten 20 Minuten des Lebens meiner Uroma und 5 ihrer Kinder abspielte. Man blickt unweigerlich auf eine #Wand, an der die Versuche dem Schrecken mit letzter Kraft zu entkommen in die meterdicken Wänden sichtbar werden. Mit Fingernägeln hineingekratzt.

Es war eine Mischung zwischen unendlicher #Trauer, verzweifeltem #Hass aber auch der #Gewissheit, dass ich Teil ein starken #Volkes bin, das alles tun wird, dass es zu so etwas #NieWieder kommen wird.

Ich weiß noch, dass ich erst einmal minutenlang gerannt bin, bis mir die Puste ausging, als wir das Lager verließen, die Hände in den Himmel streckte und das „Shema Yisrael“ aus voller Kraft herausbrüllte.

Für mich waren diese Spuren von #Fingernägeln ein Symbol des unglaublichen #Überlebenswillens des Volkes Yisrael und für mich der Fingerzeig #Adonais, dass ich mit Auschwitz und der Vergangenheit abschließen muss.

Am heutigen Tage gedenken wir der #Befreiung des „KZ Auschwitz“ und freuen uns darüber, dass wir in #Freiheit leben.

Am Yisrael Chai.

Thorsten (Ben David, Ben Ayelet) Kraft

Edit: Tun Sie mir bitte den Gefallen und verzichten Sie auf „traurige Smilies“. Denn meine Wort sind keine Worte der Trauer, sondern der Hoffnung (#Hatikva). Lasst mir lieber ein Herz da. Toda Raba.