Der Government Pension Fund Norway, der als einer der größten, wenn nicht größter staatliche Fonds gilt und rund 1 Billion USD verwaltet, ändert seine Investmentstratgie.

Der Fonds zeichnet sich im Eigenverständnis durch hohe ethische Standards aus und wurde im Zuge der Ausbeutung der Erdölfunde in der Nordsee 1963 gegründet. Sein vorrangiges Ziel ist es, die Pensionen rund rund 5.3 Millionen Norweger zu garantieren.

Es ist so ein Paukenschlag, wenn die Norwegische Staatsbank die Empfehlung an den Pensionsfond ausgibt, ihre Mitteln zugunsten des US-amerikanischen Marktes umzuschichten. Ohne Zweilfe hat der norwegische Pensionsfonds hier eine Leit- und Signalfunktion.

In der Pressemitteilung der norwegischen Zentralbank vom 21. August wird diese Empfehlung an das norwegische Finnazministerium klar ausgesprochen.

Man kann davon ausgehen, dass diese auch realisiert wird: “We are of the opinion, however, that the geographical distribution should be adjusted further towards float-adjusted market weights by increasing the weight of equities in North America and reducing the weight of equities in European developed markets.”

Diese Entwicklung kommt nicht völlig überrraschend. Schon mit Beginn der Schuldenkrise in Europa (2011/2012) begann der norwegische Pensionsfonds seine Asstes markant umzuschichten von ursprünglich rund 50% in Europa zu rund 50% in den USA.

Aktuell hält der norwegische Pensionsfonds rund 30% Anteile auf europäische Unternehmen und dies soll nun augenscheinlich weiter runtergefahren werden. Man kann polemisch sagen: America first, Europe later.