Der World Council of Churches (WCC), in Deutschland bekannt als der Ökumenische Rat der Kirchen, hat seit 2002 fast 2.000 seiner Aktivisten nach Israel entsandt und sie in israelfeindlichen Propaganda geschult. Das Projekt wird zum Teil von europäischen und anderen Regierungen finanziert, so ein Bericht von NGO Monitor.

Die anti-israelischen Aktivisten sind Teil des “Ecumenical Accompaniment Program in Palestine and Israel (EAPPI)”, einer Leitinitiative des WCC. Die Teilnehmer sollen das “Lebens unter Besatzung bezeugen”. DieseWCC-Aktivität ist einzigartig und hat in anderen Konfliktzonen keine Parallele.

EAPPI missbrauche Touristenvisa für die Einreise nach Israel, wo die Gruppe keinen Rechtsstatus hat. Sie werden in Jerusalem von einer WCC-Mitgliedsorganisation, dem “Jerusalem Interchurch Center (JIC)”, empfangen. Insbesondere der Leiter des JIC, Yusuf Dahar, ist einer der Autoren des Kairos Palestine Document, das Terror legitimiert, die antijüdische Theologie umfasst und die jüdische Geschichte ablehnt.

Obwohl EAPPI sich selbst als Menschenrechtsprogramm vermarktet, betont es die politische Fürsprache. NGO Monitor Untersuchungen zeigen, dass viele Aktivisten nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer an der anti-israelischen Propaganda beteiligt sind, einschließlich BDS-Kampagnen und Vergleichen Israels mit der Apartheid in Südafrika oder Nazi-Deutschland.

Die Analyse des NGO-Monitors zeigt, dass die Unterstützung für EAPPI auch von UNICEF und von länderspezifischen NGOs und kirchlichen Organisationen geleistet wird, einschließlich der “Nationalen Koordinatoren”, die vor Ort Rekrutieren und Spenden sammeln.

Zu den staatlichen Gebern gehören Großbritannien, Irland, Finnland, Dänemark, die Schweiz, Deutschland, Kanada und Japan. Von 2017 bis 2019 steuerte Norwegen fast 2 Millionen Dollar bei, Schweden spendete 2017-2018 500.000 Dollar.

Der Gründer und Präsident von NGO Monitor, Professor Gerald Steinberg, erklärte: “Wir teilen unsere Forschung mit der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern im Rahmen einer fundierten Diskussion über die Agenda und Finanzierung des EAPPI. Die Forschung hebt die radikale Agenda des EAPPI hervor, die nicht die Menschenrechte fördert oder verteidigt, sondern eine Plattform für Konflikte und Antisemitismus ist. Wir haben zahlreiche Anfragen von christlichen und jüdischen Gruppen erhalten, die auf die zentrale Rolle der EAPPI-Alumni bei der Leitung von BDS- und anderen Delegitimierungskampagnen hinweisen“.

Während ihrer “Touren” in Judäa und Samaria arbeiten die EAPPI-Aktivisten eng mit UN-Einrichtungen und NGOs zusammen, die politisierte Anti-Israel-Kampagnen koordinieren. In dieser Funktion leistet EAPPI “viel Verwaltungsarbeit, die in die UN-Systeme eingespeist wird”. EAPPI arbeitet auch mit radikalen israelischen und palästinensischen politischen NGOs zusammen, einschließlich Gruppen, die sich für BDS einsetzen und/oder Israel wegen “Kriegsverbrechen” beschuldigen.

Steinberg fügte hinzu: “Indem die EAPPI Israel auswählt und klassische theologische Referenzen verwendet, ist sie schuldig, die Begriffe zu verwenden, die in der Arbeitsdefinition des Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Association identifiziert wurden. Der WCC sollte stattdessen diese Definition übernehmen, die von einer Reihe von Ländern und Parlamenten angenommen wurde.

Quelle: NGO Monitor