Die Börse Tel Aviv führt einen spezialisierten innovativen digitalen Dienst für Unternehmen ein – Mitarbeiter-Aktienoptionen mit einem Click. Die Dienstleistung ist für Unternehmen bestimmt, die bei TASE gelistet und bei der “Tel-Aviv Stock Exchange Nominee Company Ltd.” registriert sind.

Dieser innovative Service bietet börsennotierten Unternehmen eine sichere digitale, einfache und schnelle Möglichkeit, Aktienoptionen für Mitarbeiter auszuüben, ohne Dokumente zu entwerfen und auszudrucken, sie manuell zu unterzeichnen und per Kurierdienst zustellen zu lassen.

Damit schafft die TASE eine hochattraktive Rahmenbedingung für Startups, die ja sehr gerne und wie auch üblich Mitarbeiter mit Anteilen bezahlen. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil für die Startup Nation Israel, die sich mehr und mehr zur Scaleup Nation entwickelt. Vergleicht man dies mit deutschen Verhältnissen, wo es fast unmöglich eine vernünftige Mitarbeiterbeteiligung aufzusetzen, die gerade für Startups sehr wichtig sind.

Eine Börse, die Social Business geht?

Der Gründer Torben Friehe schreibt in seinem Kommentar für die FT/stifted “Berlin is crap and no-one is talking about it” über Berlin zutreffend: “Even worse than that, a GmbH does not allow the creation of a proper Employee Stock Option programme. Virtual shares can be issued, but these are not as popular among employees. Besides, even virtual options can be subject to taxation depending on the viewpoint of the local tax office — a nightmare for employee participation.

Generell ist auszumachen, dass sich die TASE sehr um eine gesellschaftliche Relevanz bemüht und eine Verknüpfung zwischen erfolgreichen Unternehmen, Börse und dem einfachen Bürger sucht, wie auf GLOCALIST berichtet. Man könnte dies als “Social Entrepreneur Ansatz” verstehen. Jedenfalls rückt die Börse sehr in die Nähe eines Social Business Ansatz, was bemerkenswet wie richtungsweisend sein könnte.

Der Service von TASE rationalisiert und verkürzt die Dauer des Prozesses von der Einreichung eines Ausübungsantrags durch den Mitarbeiter bis zur Einlieferung der neuen Aktien in das Depot des Mitarbeiters erheblich. Das neue Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit den führenden israelischen Treuhandfirmen entwickelt und ist mit ähnlichen, weltweit implementierten Verfahren kompatibel.

Die Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen

Der neue Service der Ausübung von Mitarbeiteraktienoptionen per Knopfdruck bietet viele Vorteile, darunter: ein effizienterer und wesentlich kürzerer Prozess der Bearbeitung von Ausübungsanträgen der Mitarbeiter, ein geringeres Risiko des Buy-in infolge der verzögerten Schließung der Short-Position, ein besserer Servicestandard für die Mitarbeiter, geringere operationelle Risiken aufgrund von Tippfehlern, Einsparungen bei den Kosten für die Expresszustellung und Umweltschutz (papierlos).

Orly Grinfeld, EVP, Leiter des Clearing bei TASE, sagte: “Wir sind stolz darauf, diesen Service einzuführen, der eine direkte Fortsetzung des strategischen Plans von TASE ist, Unternehmen und Kapitalmarktakteuren mehr digitale und innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Die Coronavirus-Krise hat die Digitalisierung und Straffung der für öffentliche Unternehmen bestimmten Prozesse zwingend erforderlich gemacht. Dieser Schritt wird es den Unternehmen zum ersten Mal ermöglichen, Aktienoptionen für Mitarbeiter auf effiziente und vollautomatisierte Weise, frei von schwerfälliger Bürokratie, auszuüben, was sowohl den Mitarbeitern als auch dem Management zugute kommen wird“.