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CO2-Recycling: Unabhängig von staatlichen Subventionen

2019-01-08T12:18:40+00:008 Januar 2019|Allgemein, Nachhaltigkeit|

Die CAPHENIA GmbH (München) hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die CO2-Emissionen stationärer Großanlagen, wie beispielsweise von Kraftwerken oder Zementanlagen, recycelt werden können. Der Kohlenstoff aus diesen Emissionen wird in einem mehrstufigen Prozess stofflich umgewandelt, um hochreine, synthetische Kraftstoffe, wie beispielsweise Diesel und Kerosin, herzustellen.

Als Energiequelle für den synthetischen Kraftstoff dient Methan (CH4). Methan, das als Erdgas oder Biogas bereitgestellt werden kann, ist ein besonders kohlenstoffarmer Energieträger. Wird dieser mit dem Kohlenstoff aus den CO2-Emissionen zusammengebracht, lassen sich hochreine Kraftstoffe, wie Diesel, Kerosin oder andere Ausgangsstoffe der chemischen Industrie herstellen. Aufgrund ihrer extremen Reinheit weisen diese Kraftstoffe nicht nur einen höheren Brennwert auf, sondern verbrennen ohne Erzeugung von Feinstaub oder Schwefeldioxidemissionen.

 

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Wie bei allen Umwandlungsprozessen weist auch das patentierte CAPHENIA-Verfahren Verluste auf. Das Recycling erfolgt jedoch mit einem Wirkungsgrad, der sich mit den modernsten Gas- und Dampfkraftwerken (GuD) sowie Gas-to-Liquid Anlagen messen kann.

Zudem werden durch die Weiterverwendung von Kohlenstoff, nämlich die stoffliche Umwandlung in flüssige Kraftstoffe wie Diesel und Kerosin, wertvolle Produkte hergestellt, die in riesigen Mengen nachgefragt werden. Das Potential für das CO2-Recycling ist damit enorm. Gleichzeitig werden Kraftstoffe aus fossilen Quellen ersetzt und so CO2-Emissionen nachhaltig eingespart.

Ein weiterer Vorteil ist der hohe Wert der Endprodukte, der die Wirtschaftlichkeit des Prozesses garantiert. Der Einsatz der Technologie ist also nicht von der langfristigen Gewährung staatlicher Subventionen abhängig. Sowohl aus technischer als auch volkswirtschaftlicher Sicht kann die hohe Effizienz des Prozesses sicherstellen, dass keine Ressourcen verschwendet werden.

 

Aus Umweltsicht ergeben sich neben der unmittelbaren Einsparung von CO2-Emissionen zusätzliche positive Effekte. So weisen die synthetischen Kraftstoffe einen wesentlich höheren Reinheitsgrad als fossile Kraftstoffe auf. Dies bedeutet, dass die Schwefeldioxidemissionen bei der Verbrennung ebenso wie die Erzeugung von Feinstaub deutlich reduziert sind. Der höhere Brennwert der synthetischen Kraftstoffe führt zudem zu einer weiteren Verringerung des Kraftstoffverbrauchs.

Um den Gesamteffekt auf den Umweltverbrauch zu beurteilen, ist eine Betrachtung der vollständigen Produktions- und Einsatzkette notwendig, d.h. von der Quelle bis in den Tank. Denn der synthetisch hergestellte Kraftstoff aus CO2-Recycling verdrängt eine äquivalente Menge an fossilen Kraftstoffen. Dadurch können sämtliche Schritte eingespart werden, die für die Herstellung dieser Kraftstoffe notwendig sind. Dies betrifft insbesondere die Förderung von Erdöl aus zunehmend schwer zugänglichen Gebieten, wie der Arktis oder der Tiefsee, die erhebliche Umweltrisiken mit sich bringt.

Auch die Raffinierung der entsprechenden Menge Rohöl, der dafür notwendige Energieaufwand und die damit verbundenen CO2-Emissionen können eingespart werden. Hinzu kommen erhebliche Energiemengen, die für den Transport des Erdöls erforderlich sind.

(Quelle: Caphenia)

 

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