Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) feiert die Concordia als 500. Anwenderunternehmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Vor acht Jahren hat der RNE den DNK als Mindeststandard für die Offenlegung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen veröffentlicht.

Das Jubiläum trifft mitten hinein in die EU-weite Diskussion zu nachhaltigen Finanzen sowie die Weiterentwicklung der nicht-verpflichtenden Leitlinien der Nachhaltigkeitsberichterstattung der EU-Kommission. Umso passender, dass ein Unternehmen aus dem Finanzbereich diesen Meilenstein erreicht. „Hier schließt sich der Kreis der aktuell sehr lebhaften Diskussionen um Sustainable Finance und Berichterstattung“ sagt Yvonne Zwick, Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex und stellvertretende RNE-Generalsekretärin.

Auch aus Sicht der Concordia ist der Zeitpunkt passend: „Das Geschäftsmodell von Versicherungen ist auf die Zukunft gerichtet. Nachhaltigkeit ist daher fest in den Wurzeln der Concordia verankert“, so Henning Mettler, der Finanzvorstand des Hannoverschen Unternehmens.

Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch stark verändert. „Globale Herausforderungen bedeuten, dass wir bestehende gesellschaftliche und unternehmerische Denkmuster hinterfragen und ein Umdenken fördern müssen“. In Zusammenarbeit mit einem externen, unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat wurde beispielsweise ein Katalog von sehr strengen Nachhaltigkeitskriterien für die Kapitalanlagen bestimmter Produktlinien der Concordia oeco Lebensversicherung aufgestellt. „Als Unternehmen und Arbeitgeber stellen wir über die geschäftlichen Aufgaben hinaus das Prinzip der Nachhaltigkeit nach besten Kräften in den Mittelpunkt unseres Handelns. Daher freuen wir uns besonders, dass wir das 500. Anwenderunternehmen sind.“

Gerade aufgrund der seit letztem Jahr geltenden, sogenannten CSR-Berichtspflicht haben viele Unternehmen aus dem Bereich Finanzen & Versicherungen den DNK als Standard für Ihre Berichterstattung gewählt – außer Concordia weitere 148 Unternehmen. Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz verpflichtet Unternehmen dazu, über sogenannte nichtfinanzielle Informationen zu berichten. Dabei schätzen Anwender den DNK als pragmatischen Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung, insbesondere solche, die auf diesem Gebiet noch keine oder wenig Erfahrung haben. Dies zeigen auch die Ergebnisse einer  Anwenderumfrage von 2018.

„Im zweiten Jahr der CSR-Berichtspflicht sehen wir, welche Entwicklung viele Berichte durchlaufen: Lasen wir letztes Jahr bei einigen weder eine Nachhaltigkeitsstrategie, noch konkrete Konzepte zu den einzelnen Belangen, haben sie sich innerhalb eines Jahres sichtbar weiter mit den Wirkungen ihres Kerngeschäfts auf Umwelt, Gesellschaft und ihre langfristige wirtschaftliche Entwicklung auseinandergesetzt. Immer mehr Unternehmen berichten nun von der Planung und Umsetzung konkreter Schritte in Richtung eines Nachhaltigkeitsmanagements“, so Zwick.