Das Zentrum für Politische Schönheit (ZfPS) errichtete vor dem Bundestag in Berlin am 2. Dezember eine sogenannte “Stele” mit – nach eigenen Angaben – der Asche und den Knochen ermoderter Menschen aus verschiedenen Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Doch nicht nur in Berlin, auch in Halle und anderen Orte. Wo überall genau, verweigert das ZfPS die Auskunft.

Es folgte ein Sturm der Entrüstung und Protest jüdischer und nicht-jüdischer Organisationen und harsche Kritik von der Bundesregierung bis zum Zentralrat der Juden an dieser von vielen als antisemitische bewerteten “Kunstaktion”. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz spricht von einem “Missbrauch unserer Toten”.

Es folgten zahlreiche Strafanzeigen wegen Störung der Totenruhe, so von Volker Beck oder von Thorsten Kraft, Jude und dessen Vorfahren seiner Familie im Holocaust ermordert wurden.

Auf Grund dieses Protest publizierte das ZfPS eine sogenannte “Entschuldigung”, die das ZfPS selber mit der Schlagzeile “Stellungnahme” versieht und sich das Wort “Entschuldigung” nur einmal findet.

So wurde diese Stellungnahme von vielen nicht als “Entschuldigung” bewertet und man räumte ihr auch wenig Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit ein. Rasch folgten weitere Ausflüchte. Präsident des Zentralrat der Juden, Dr. Schuster, warf dem ZfPS schließlich Lüge vor.

Crowdfunding Klagekasse gegen das ZfPS

Diese Skepsis sollte sich bewahrheiten. Das ZfPS relativiert heute seine “Stellungnahme” unter Berufung auf ein Statement eines vom TAGESSPIEGEL zugezogenen Professor für Recht.

Dies war genug. Thorsten Kraft startete heute seine Crowdfundingkampagne zur Einrichtung einer “Klagekasse gegen das Zentrum für Politische Schönheit”.

“Es sind nicht #Historiker oder #Aktionskünstler, die die Rechtslage – wie es das ZfPS suggeriert – festlegen, wie Gerichte darüber zu urteilen haben was „Störung der Totenruhe“ ist und was nicht, sondern es sind Rabbiner, Pastoren und Pfarrer, die auf Basis ihrer religiösen Traditionen und Gesetze von Gerichten (https://www.juedische-allgemeine.de/religion/missbrauch-unserer-toten/?q=rabbinerkonferenz) angehört werden sollen.

In Deutschland ist die gesetzliche Lage eindeutig. Alle Bestattungsgesetze der Länder haben eines gemeinsam: den sogenannten Friedhofszwang.

Konkret bedeutet der #Friedhofszwang, dass das #ZfPS als letzte Ruhestätte keine Stele vor dem #Reichstag als Alternative zu einem Friedhof wählen kann. Ausnahmen bilden einzig die Seebestattung, in der eine Urne mit der Asche von einem Schiff aus im Meer versenkt werden darf oder eine sogenannte Baumbestattung. Bei letzterer wird eine Urne unter einem Baum in einem offiziell als Bestattungswald ausgewiesenen Waldstück beigesetzt. Beides trifft hier nicht zu.

Um dies dem #ZfPS und seiner Followerschaft klar zu machen, halte ich an meiner #Strafanzeige fest, und werde diese auch mit fester Überzeugung bis zur höchsten Instanz durchfechten. Notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Ziel ist es ein Grundsatzurteil zu erwirken, das den Fakt für alle Zeiten klärt, dass niemand gegen seinen Wunsch von #Historikern und Künstlern „entverwendet“ werden kann und die religiösen oder ethisch/moralischen Gefühle Dritter strukturell verletzt werden.

Bitte helfen Sie dabei, diesem ungeheuerlichen Treiben ein Ende zu setzen.”, so der Initiator Thorsten Kraft.

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