Nun ist es soweit und lange hat es seit der Unterzeichnung der Abraham Accords (Abraham Verträge) nicht gedauert und wurde von vielen schon erwartet: Das erste privatwirtschaftliche Wagnis zwischen Israel und den VAE.

Maniv Mobility, ein 2015 gegründeter Venturefonds mit Fokus auf Mikromobilität, investiert rund 3,8 Millionen USD in Fenix, einem Startup aus Abu Dhabi im Bereich der Mikromobilität. Dies meint, E-Scooter zum Ausleihen. Also Share-Economy für den Nahen Osten, denn Fenix als seinen aktuellen Primärmarkt ansieht. Es ist aber klar, funktioniert es im Nahen Osten, dann wird die nächste Station ohne Zweifel Europa sein.

Maniv Mobility schloss im vergangenen Jahr seinen 100-Millionen USD schweren Fonds mit strategischen Investitionen wie BMW, Aptiv, Hyundai, Lear Corp, Shell, LG Electronics, Valeo oder die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz.

Fenix wurde von Jaideep Dhanoa und IQ Sayed gegründet, den ehemaligen Mitbegründern von Circ, der in Berlin ansässigen E-Scooter-Firma, die von Bird übernommen wurde.

Mit diesem Investment wurde nun die erste Zeile auf der ersten im dem Buch des Friedens geschrieben, dem wohl zahlreiche weiterere Investments und unternehmerischer Kooperationen folgen werden. Zuerst kommt der Friedensvertrags – Frieden für Frieden – dann der Handel und Wandel. So ist die Reihenfolge und nicht anders.

Dies ist sich der Gründer Michael Granoff von Maniv Mobility ohne Zweifel bewußt. Er schreibt auf seinem Social Media Accout von LinkedIn: “Mit großem Stolz kann ich Ihnen mitteilen, dass Maniv Mobility in das Start-up-Unternehmen FENIX mit Sitz in Dubai investiert hat, das Kick-Scooter-Sharing betreibt und plant, die Vereinigten Arabischen Emirate und die GCC-Region zu bedienen. Wir glauben, dass dies das erste Mal ist, dass ein in Israel ansässiger Fonds in ein Technologie-Start-Up in der arabischen Welt investiert hat.”