Beginnen wir artfremd und zäumen das Pferd von vorne auf: Wenn das stimmt, was Experten via ARD erklären, dann gibt es für die Lockdowns keine Berechtigung mehr und das politische Zombieregime muss beendet werden mit Rückkehr zu Demokratie. Nix mit Zügel anziehen.

Eine topaktuelle Studie der Tel Aviv Universität zeigt vielmehr, dass die strikte Einhaltung der Abstandsregeln entscheidend und nicht die scharfen und alles niederreisende Lockdowns seien.

Dies meint nicht, man solle nicht mehr Abstand halten, nicht mehr Masken- und zwar am besten solche, die tatsächlich wirken und nicht die Placebo-Einweg-Masken aus China – tragen, nicht mehr Hygiene einhalten und nicht die Gesundheit des Anderen mitachten. Im Gegenteil, all diese sehr einfachen und vielversprechenden Maßnahmen sollen getroffen werden.

Aber: Wir werden mit dem Virus – und vielen weiteren pandemiefähigen, tödlichen Viren, Keime, Bakterien – leben müssen. Da kann man nicht immer fortlaufen, sich einsperren und die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben auf Null und das politische Leben unter die permanente Notverstandsverordnung, auch wenn dies Regierungen ohne Zweifel schön und bequem finden, stellen.

Was sind aber die Wege, die Antworten auf das Leben mit sicher immer mehr und mehr werdenden Pandemien, die ideale Rahmenbedingungen mit der Globalisierung von Wirtschaft finden? Denn oben genannten Maßnahmen verschaffen (vielleicht) Zeit, stoßen aber rasch an ihre sozialen und ökonomischen Grenzen.

Nur mit Maske – als Metapher verstanden – wird es nicht gehen und mit permamenter Notstandsverordnung schon gar nicht. Sie ist der sichere Tod der Freiheit, der Markwirtschaft und des Wohlstandes und wird nur in Armut, Despotie und planwirtschaftlicher Mangelwirtschaft enden.

Resilience und Digitalisierung sind da die nicht-regressiven Antworten, die Innovation und Freiheit gleichzeitig ermöglichen. Nachstehend möchte ich eine aktuelle Entwicklung im Bereich der Digitalisierung in den Blick nehmen, die immenses Potential hat: Der “digitale Zwilling”.

Der Digitale Zwilling

Unter “digitalen Zwilling” wird allgemein die physikalische und analog vollständige wie korrekte digitale Abbildung der Realität in Echtzeit verstanden. Selbstverständlich gibt es zu diesem Begriff eine Vielzahl von Definitionen einschränkender Natur und natürlich hat sich das Verständnis von was ein “digitaler Zwilling” ist im Laufe der Zeit gewandelt.

Beratungsunternehmen wie beispielsweise Gartner differenzieren zwischen “discrete digitale twins”, “composite digitale twins” und “digital twins of organizations”. So kann man dies weiter durchkonjungieren und jedes Beratungsunternehmen bietet je verschiedene Arbeitsbegriffe an, die den Beratungsunternehmen am Ende des Tages sehr langen Beratungszyklen garantieren. Überblick dazu bietet eine aktuelle Studie der Deutschen Bahn.

Denn Tatsache ist, dass die Bildung von “digitalen Zwillingen” heute sehr kostenintensiv ist, da die meisten Daten properitär sind, keine einheitlichen Standards existieren, Daten oft in Silos liegen und unstrukturiert sind. Kurz, der normale, alltägliche Wahnsinn von IT- und Kompetenz(-gerangel)strukturen, die leider noch immer alleine den Nerds und Master of Universe überlassen werden. Das ist dysfunktional, wie die Realität beweist. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Beschränkend für die Vision eines “digtalen Zwilling” sind die begrenzten Rechenleistungen wie schmalen Datentransferinfrastrukturen. Quantencomputer und Supraleitungen wären notwendig. Damit könnte man das Vorhaben, die Idee vom “digitalen Zwilling” ad acta legen und irgendwann auf das Jahr 2100 verschieben. Aber dann bliebe noch immer das Problem der Standards und anderer “soft problems”.

Doch die globale Pandemiebedrohung, Klimawandel und andere Unbille kosmischer Natur erfordern ein rasches und energisches Handeln. Und auch die globale Konkurrenz. Wer hier das Heft in der Hand hat, der schreibt dann auch alleine die Geschichte weiter.

Damit die Vision eines “digitalen Zwillings” nicht scheitert und alles ganz unschön wird, muss man daher auf ein altbewährtes Instrument, Ansatz zurückgreifen, ohne den die heutige digitale Welt schlicht nicht wäre und dieser Ansatz sich auch stets sehr gut am Ende des Tages mit freier Markwirtschaft vertrug, eigentlich ihr Kind ist. Das sind aber andere, wenn auch reizvolle, da ideoogische Fragen, die aber hier nicht weiter interessieren: Open Data, Open Source, Open Knowledge.

Mein “Avatar”, dein “open digital twin” und unsere unendlichen Weiten….

Aber was soll da der “digitale Zwilling” nutzen? Nun, wenn viele der Produktions- wie Mobilitätsprozesse durch und über “digitale Zwillinge” erledigt werden, bedeutet dies eine massive Einsparung von Ressourcen und damit eine Verkleinerung des ökologischen Fußabdruckes, Effizienzsteigerungen, unzählige neue Jobs auf Basis einer technologieoffenen Zukunft bis hin zum persönlichen “digitalen Zwilling”, nennen wir ihn “Avatar”.

Es wäre so der konkrete Schritt in eine globale Wissens- und Bildungsgesellschaft, die, so steht zu hoffen, per se friedlicher sein wird. Mit einem solchen “Avatar” kann man seine Lebenspotentiale nahezu verdoppeln, denn alles was sich digital abbilden läßt, kann auch mein Avatar erledigen.

Der Avatar übergibt schließlich dort, wo es ultimativ analog bzw. persönlich wird, wie die konkrete Reise oder das echte Mittagessen oder allgemein gesagt, dort wo die Freiheit, die größte Innovation der Menschheit, Fundament allen Tuns ist.

Mithin kann sich der Mensch dann auch wieder wichtigen Dingen zuwenden, wie seiner mentalen, spirituellen Entwicklung, Bildung, Kunst, Beziehungen bis hin zur Eroberung des Weltraums als ultimative Aggressionsabfuhr und Imperativ für das Überleben des terrestischen Lebens.

Die Peitsche der Demographie wird gemildert und unendliches Wachstum ist möglich, denn es wartet ein unendlicher Weltraum voll von Ressourcen und Potentiale für die analoge Dimension und die digitale Dimension kennt so und so keine Grenzen, solange Strom läuft.

Die Zukunft der Menschheit liegt definitiv in der Kolonialisierung des Weltraums. Und diese Zukunft schiebt man nur auf unter schwerster Strafe. Wer zu spät kommt, denn straft das Leben mit der Auslöschung ab. Der “digitale Twin” ist so unversehens mehr als nur eine bloße Optimierung von Produktion.

Der Startschuß für die Schaffung von “digitalen Zwilligen” ist schon längst gefallen und man kann beispielhaft über IoT, autonomes Fahren&Transport oder Smart Health die Konvergenzen und Potentiale erahnen. Im ersten Schritt werden es wohl “digitale Zwillinge” von Organisationen und ihrer Abläufe als state of the art werden. Dies wird schwierig genug.

Ja mehr noch, nicht nur schwieirg, sondern unmöglich, wenn man den bisherigen Weg beibehält. Denn keine Organisation wird alleine ihre Standards global stemmen und durchsetzen können. Wie bei allen Plattformprojekten steht am Ende des Tages die Weltherrschaft, das eine Protokoll, was konstruktiv und friedlich nur gemeinsam und kooperativ geht oder gar nicht.

So bleibt als einziger und erprobter Weg der des Open Source Ansatzes, sprich der “open digital twin” mit der Vision, dass jeder seinen eigenen, selbstverwalteten und sicheren Avatar, schon aus gutem Eigennutz und Eigeninteresse, schafft und am globalen Ecosystem der “digitalen Zwillinge” – durchaus zu seinem eigenen Vorteil – mitwirkt.

Unternehmen wie Öffentliche Hand und wer sich auch immer berufen fühlt, sollten aufgrund eines aufgeklärten Eigennutzes hier mit hinreichenden Mitteln – und ohne diese mit Bedingungen zu verknüpfen – eine solche “Open Source” Plattform möglich machen, die tunlichst staats-, ideologie- und politfern sein sollte und am besten im global führenden Ecosystem für Innovation – Silicon Wadi (Israel) – angesiedelt sei.

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