Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) meldet, dass rund 20% der Angestellten in Deutschland sich im Mai in Kurzarbeit befanden.

Das Kurzarbeitsgeld ist im europäischen Vergleich sehr niedrig und liegt bei maximal 67% im Vergleich zu Österreich, wo es bei rund 80% liegt.

Bei diesem niedrigen Kurzarbeitergeld ist es auch nicht verwunderlich, dass der Arbeitgeber selber bei rund 50% Kurzarbeiter das Kurzarbeitergeld aufstocken.

Männer waren häufiger von Kurzarbeit betroffen als Frauen: 22 Prozent der Männer arbeiteten kurz und 19 Prozent der Frauen. Der Arbeitsausfall war dagegen bei den betroffenen Frauen mit 62 Prozent der Arbeitszeit höher als bei den betroffenen Männern mit 55 Prozent. 24 Prozent der Kurzarbeiter hatten einen Arbeitsausfall von 100 Prozent („Kurzarbeit Null“). Auch bei ihnen stockte bei fast jedem zweiten Betroffenen der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld auf“, so das IAB.

Datengrundlage ist eine Online-Befragung des IAB, an der rund 11.500 Personen zwischen dem 8. und dem 25. Mai teilnahmen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die erwerbstätige Bevölkerung in Deutschland ohne Selbständige und Beamte. Daten auf Grundlage der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Zahl der Kurzarbeiter und zum damit verbundenen Arbeitsausfall liegen immer erst nach einigen Monaten vor, weil die Betriebe zunächst die Abrechnungen für das Kurzarbeitergeld vornehmen müssen, erklärt das IAB.

Quelle/Sender: IAB