Die Autoindustrie schwächelt und es dürften alleine in den letzten beiden Monaten rund 100.000 Jobs abgebaut worden sein. Ein Ende ist da noch nicht in Sicht.

Der Autoindustrie fehlt es an Risikobereitschaft und Innovationskraft, abgerundet durch Abgastrickserei mit manipulierter Software, was der Konsument gemeinhin als Betrug wahrnimmt.

Ihr Niedergang ist daher zum erheblichen Teil hausgemacht, denn nicht erst seit gestern weiß man, dass es Alternativen zum fossilen Verbrenungsmotor braucht. Und spätestens seit dem Aufkommen der Plattformökonomie weiß man auch, dass künftige Geschäftsmodelle nicht davon leben, einfach weiter ein Produkt zu bauen und irgendwie zu verkaufen.

Der Staats vertieft mit falschen Rahmenbedingungen und Signalen die Misere und verbaut einen Schritt mehr Wege alternativer Mobilität, indem er auf batteriebasierte E-Mobilität setzt und von den großen Wissenschaftsgesellschaften kaum Leistung, sprich Innovation für die vielen Milliarden Steuergelder abfordert. Innovationen werden derweil global woanders gemacht.

Diesen falschen Weg haben ihr die Umweltschutzbewegungen und den GRÜNEN nahestehende hochsubventionierte “Industrie” eingebrockt, die selbst kaum nachhaltig ist, siehe Beispiel Windräder. Und mit dem 100sten Hippster-Mode-Label kann man keinen Wirtschaft begründen.

Nicht nur stellt die Herstellung von Batterien eine ökologische und soziale Katastrophe dar, sie weisen auch schafft auch einseitige handelspolitische Abhängigkeiten und ist für den Alltag der Massenmobilität untauglich: Zu lange Ladezeiten, zu wenige Ladestationen und die Versorgung dieser mit Strom steht bald in den Sternen, denn mit erneuerbarer Energie wird man dies nicht wuppen können.

Hier tut sich ein weiteres Paradox auf: Deutschland hat den höchsten Strompreis und will auf E-Mobilität umsteigen? Ernsthaft? Die soziale Spaltung ist hier mit den Händen zu greifen. Teure E-Autos, nun hochsubventioniert, treffen auf teuren Strom und lange Ladezeiten. Mobilität wird zu einem Klassenprivileg finanziert duch jeden Steuerzahler.

Sprich hier wird mit Geld qua Steuer der Allgemeinheit eine sich moralisch überlegen fühlende Mobiltät finanziert. Ein teures Minderheitenprogramm für eine wohlhabende Schicht.

Dass die Autoindustrie, allen voran VW, wo ja der Staat Anteile hält, hier gerne die Subventionen annimmt, ist kaum verwunderlich und erkennt darin sein Geschäftsmodell.

Zurück zu den Ladepunkten: Eine Million sollen es werden. Woher die kommen, steht in den Sternen. Beim Autogipfel waren Energieversorger, Tankstellen oder Einzelhandel nicht vertreten. Strom kommt ja bekanntlich aus der Steckdose.

Aber, nehmen wir einmal ein, die 1 Million Ladepunkte (plus die entsprechenden Stellflächen vulgo Wartezonen für die PKWs) sind vorhanden, gesetzt man hat eine Lösung für brennende E-Autos, was aktuell mit dem vorhandenen Löschzeug der Feuerwehr kaum beherrschbar ist, und gesetzt man hat das Problem Winter gelöst – ja, das verringert die Lademenge dramatisch, wie jeder Autofahrer weiss.

Man stelle sich dies dann auf Stadtautobahnen in der frühen Stoßzeit vor, wo noch die Heizung läuft. Man kann ohne Pessimismus davon ausgehen, dass 10% der Autos ohne Strom einfach mal liegen bleiben auf der Autobahn. Der Stau ist episch und vorprogrammiert; täglich in allen Großstädten Deutschlands.

Aber selbst wenn diese Herausforderungen alle gelöst sind, stellt sich die Frage, wie weiter fahren in Europa? Und hier kann man progonstizieren, dass europäische Staaten sich sicher nicht in der Pflicht sehen und nehmen lassen, hinreichende Ladepunkte für deutsche Autofahrer zur Verfügung zu stellen, damit diese die “Reichweitenangst” nicht mehr verspüren.

Der Urlaub nach Italien oder Österreich wird so zu einem Mobilitätsalbtraum. Der deutsche Sonderweg wird von den Anrainerstaaten Deutschlands sicher nicht eingeschlagen werden. An deutscher Grenze heißt es dann, aus die Maus.

Es bleibt so stümperhaft und traurig, dass man hier nicht rechtzeitig auf die Alternative Wasserstoff gesetzt hat und aus ideologischen Gründen am E-Auto mit Batterie festhält und Deutschland hier neuerlich einen Sonderweg geht.