Transparency International übt schwere Kritik an der EU-Praxis der sogenannten “Golden Visas”.

Ein neuer Bericht von Transparency International und Global Witness analysiert diese Praxis der “Goldenen Visas” und stellt fest, dass die EU in den letzten zehn Jahren mehr als 6.000 neue Bürger und fast 100.000 neue Einwohner mit Vergabe von “Goldenen Visas” aufgenommen hat.

Spanien, Ungarn, Lettland, Portugal und das Vereinigte Königreich sind hier vor Griechenland, Zypern und Malta führend.

Solche Programme stellen ein großes Geschäft dar. In den letzten zehn Jahren sind über diese Regelungen rund 25 Mrd. EUR an ausländischen Direktinvestitionen in die EU geflossen.

Bei diesen großen Geldmengen müssen die Kontrollen auf Geldwäsche sowie auf korrupte und illegale Herkunft der Anlage besonders streng sein, aber dies scheint nicht der Fall zu sein.

Zwischen 2008 und 2015 litt das britische Tier-1-Investitionsvisum unter einer Zeit des “blinden Glaubens”, in der 3.000 vermögende Privatpersonen in das Vereinigte Königreich einreisten und mindestens 3,15 Milliarden Pfund (3,6 Milliarden Euro) mit fragwürdiger Legitimität mitbrachten.

Gemeinsam mit Global Witness fordern Trasparency International die EU auf, Maßnahmen zu ergreifen, um gemeinsame Standards und Mechanismen zur Verringerung des Korruptionsrisikos bei Programmen für goldene Visa festzulegen.

Quelle/Sender. Transparency International