2016 in Baden-Württemberg gegründet ist Cyber Valley eine der größten Forschungskooperationen Europas im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Partnerschaft stärkt die Forschung und Lehre in den Bereichen Machine Learning, Computer Vision und Robotik sowie die Verbindungen zwischen diesen Wissenschaftsbereichen.

Das Cyber Valley wird in den kommenden Wochen Präsenz auf der Weltbühne zeigen: Forscher des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme (MPI-IS), der Universitäten Tübingen und Stuttgart sowie des Bosch Center for Artificial Intelligence, sind auf zwei der weltweit führenden Konferenzen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) stark vertreten. Und zwar auf der International Conference on Machine Learning (ICML) sowie der Conference on Computer Vision and Pattern Recognition (CVPR). Die ICML findet vom 09. bis 15. Juni in Long Beach, Kalifornien statt, gefolgt von der CVPR vom 16. bis 20. Juni.

Cyber Valley wurde Ende 2016 in Baden-Württemberg gegründet und ist Europas größte Forschungskooperation im Bereich KI. Mit insgesamt 27 angenommenen Konferenzbeiträgen hat das Cyber Valley wieder einmal gezeigt, dass die Region Stuttgart/Tübingen zu den weltweit führenden Forschungsstandorten in den Fachrichtungen Machine Learning, Computer Vision und Robotik gehört.

„Das sind sehr hart umkämpfte Konferenzen, die Konkurrenz ist sehr stark. Nur wenige Beiträge werden angenommen, nur die führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet präsentieren hier ihre Forschungsarbeit. Wir freuen uns sehr über die beeindruckende Anzahl an Publikationen aus dem Cyber Valley”, sagte Prof. Bernhard Schölkopf, Geschäftsführender Direktor des MPI-IS.

Die Zahl der wissenschaftlichen Einreichungen für beide Konferenzen spiegelt das ungeheure Wachstum des Bereichs Maschinelles Lernen wider: In diesem Jahr wurden bei der ICML 3424 Beiträge eingereicht, fast 1000 mehr als im Vorjahr. Bei der CVPR stiegen die Einreichungen 2019 um 56 Prozent auf 5.165. Die Annahmequote für beide Konferenzen liegt bei rund 25 Prozent.

Auf der diesjährigen ICML ist das Cyber Valley mit 11 Beiträgen vertreten, von denen neun aus dem Team von Prof. Bernhard Schölkopf stammen. Unter den weiteren angenommenen Beiträgen befindet sich ein Beitrag der Kooperation des Leiters der Cyber Valley Forschungsgruppe, Intelligent Control Systems, Dr. Sebastian Trimpe von der Universität Stuttgart, und dem Bosch Center for Artificial Intelligence, sowie ein Beitrag des Teams von Prof. Matthias Hein, der unter dem Cyber Valley Dach die Bosch-Stiftungsprofessur der Universität Tübingen innehat.

Ähnliche Erfolge haben die Forscher aus dem Cyber Valley bei der CVPR 2019 erzielt: die drei akademischen Partner der Forschungskooperation präsentieren insgesamt 16 Beiträge auf der Konferenz. „Der Erfolg unseres internationalen Forscherteams auf der diesjährigen CVPR zeigt, dass das Cyber Valley für herausragende KI-Forschung steht”, sagt Prof. Andreas Geiger, Professor für Lernbasierte Computer Vision im Fachbereich Informatik der Universität Tübingen und Leiter der Forschungsgruppe Autonomous Vision am MPI-IS. Geigers Team von der Universität Tübingen wird neun Beiträge auf der Konferenz präsentieren. Prof. Dr. Matthias Hein von der Universität Tübingen ist ebenfalls mit einem Beitrag auf der CVPR vertreten.

Auch die Abteilung Perzeptive Systeme des Cyber Valley Sprechers und MPI-IS-Direktors Dr. Michael Black, ist mit gleich sechs Beiträgen bei der CVPR hervorragend vertreten. Einer dieser Beiträge ist aus einer Kooperation mit der Abteilung Empirische Inferenz von Bernhard Schölkopf entstanden. Die Gruppe Autonomous Learning unter der Leitung von Dr. Georg Martius ist ebenfalls mit einem Beitrag bei der CVPR vertreten.

Eine vollständige Liste der Beiträge und Autoren ist auf der Website des Cyber Valley verfügbar: https://cyber-valley.de/de/websites/cyber-valley/pages/2019-icml

 

 

(Quelle/Sender: Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme)