BGU-Forschern ist es gelungen, die photosynthetische Effizienz von einzelligen Algen zu verbessern. Einzeller-Algen sind die kleinsten Photosynthesemaschinen der Natur. Sie nutzen das sichtbare Licht zur Erzeugung von Biomasse mit einem Wirkungsgrad, der weit über dem von höheren Pflanzen liegt.

Herkömmliche großtechnische Algenbioreaktoren, die mit Sonnenlicht arbeiten, nutzen jedoch nur einen kleinen Teil der Sonnenenergie. Seit Jahrzehnten haben viele Universitäts- und Industrielabors weltweit darum gekämpft, diesen niedrigen Bioreaktorwirkungsgrad zu erhöhen.

“Der in dieser neuartigen Forschung präsentierte proof-of-concept im Labormaßstab bietet eine außergewöhnliche Chance in den Bereichen solare Brennstoffe und Algenbiotechnologie. Die Umsetzung in großtechnische, kommerzielle, solarbetriebene Algenkultivierungsanlagen stellt eine zukünftige Herausforderung dar, die ein geschicktes optisches, mechanisches und hydrodynamisches Engineering erfordern wird”, sagen die Koautoren der Studie, die von den emeritierten Professoren Yair Zarmi und Jeffrey Gordon von Alexandre Yersin, Abteilung Solarenergie & Umweltphysik (YDSEEP) der BGU am Jacob-Blaustein-Institut für Wüstenforschung (BIDR), stammen.

In Zusammenarbeit mit Kollegen der Algae Biofuel Division des indischen Industriegiganten Reliance Industries Ltd. veröffentlichten sie ihre Ergebnisse in iScience (Cell Press). Der Proof-of-Concept öffnet die Tür zu beispiellosen Erträgen bei der Herstellung von Biokraftstoffen und Pharmazeutika.

“Der Schlüssel war die Demonstration, wie der vernünftige Einsatz von gepulstem Licht zu einer deutlichen Steigerung der photosynthetischen Effizienz von Algen führt, indem biologische Zeitskalen (in der Größenordnung von einigen Millisekunden) und photonische Zeitskalen synchronisiert werden”, so die Professoren Zarmi und Gordon.

Sender/Quelle: BGU