Die Begeisterung der Deutschen für Videospiele ist ungebrochen: Die Gesamterlöse im deutschen Games-Markt sind im Jahr 2018 zwar nicht mehr zweistellig gewachsen, legten jedoch um solide 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu – auf nun 4,74 Milliarden Euro.

Und in diesem Tempo geht das Umsatzwachstum voraussichtlich weiter: Zwischen 2019 und 2023 wird das Videospielesegment um 5,2 Prozent pro Jahr wachsen und 2023 einen Gesamtumsatz in Höhe von 6,1 Milliarden Euro erzielen.

Zu diesen Ergebnissen kommt die PwC-Analyse „German Entertainment and Media Outlook 2019 – 2023“, die auf den Medientagen in München im Oktober vorgestellt wird und aus der bereits erste Ergebnisse für das Videospielesegment vorliegen.

Cloud Gaming

Ein wesentlicher Trend, der die Videospielebranche derzeit prägt, ist das Cloud Gaming. Es ermöglicht den Nutzern, unabhängig von Zeit, Ort und der zugrundeliegenden Infrastruktur ihre Spiele mit aktuellem Spielstand auf einem anderen Gerät nahtlos weiterzuspielen.

„Cloud Gaming rückt den Spieler ins Zentrum. Die Wahl des Endgeräts wird zweitrangig. Damit hat Cloud Gaming das Potenzial, das Spieleerlebnis zu revolutionieren. Der Erfolg hängt jedoch entscheidend vom 5G-Ausbau ab, denn eine schnelle Internetverbindung ist das A und O für reibungsloses Cloud Gaming“, so die Einschätzung von Werner Ballhaus.

Gebührenpflichtige Plattformen ersetzen Einzelkauf

Mit der wachsenden Popularität des Cloud Gamings erfreuen sich Gaming-Plattformen steigender Beliebtheit. Über solche Angebote können die Nutzer für einen festen Preis auf einen Spiele-Store zugreifen und ihre aktuellen Spielstände in der Cloud speichern.

„Durch diese gebührenpflichtigen Plattformen erlebt die Videospielebranche derzeit eine ähnliche Entwicklung, wie sie die Film- und Musikbranche bereits hinter sich hat: Der Trend geht weg vom individuellen Kauf hin zum abonnierten Streaming einer Vorauswahl verfügbarer Titel“, analysiert Werner Ballhaus.

Das belegen Zahlen des Bundesverbands der deutschen Games-Branche: 2016 ging der Verband von 1,9 Millionen Abonnenten für alle Plattform-Anbieter aus. 2018 hatte sich diese Zahl bereits mehr als verdoppelt – auf 4,6 Millionen.