Eine beispiellose Leistung für das TAU-Team bei iGEM (International Genetically Engineered Machine Competition) – der Weltmeisterschaft in synthetischer Biologie.

Das zu 50% weibliche Team gewann den ersten Platz in der Kategorie “Beste Software-Entwicklung” und den zweiten Platz in der Kategorie “Foundational Advance” (ein Preis, der für Lösungsvorschläge für grundlegende Probleme in der synthetischen Biologie vergeben wird).

Darüber hinaus rangierte das TAU-Team in der Gesamtwertung des Wettbewerbs höher als die Teams von einigen der weltbesten Universitäten, darunter Stanford, MIT, Harvard und Cornell.

An dem Wettbewerb nahmen Studenten von 256 führenden Universitäten aus der ganzen Welt teil. Jedes Team entwickelte eine originelle Idee und setzte sie wie ein Startup-Unternehmen um.

So sehen Siegerinnen und Sieger aus

Normalerweise findet der Wettbewerb jährlich in Boston statt, aber dieses Jahr wurde er wegen der Pandemie online durchgeführt. Dem TAU-Team unter der Leitung von Prof. Tamir Tuller, Leiter des Labors für Computer-, System- und Synthetische Biologie der Fleischman-Fakultät für Ingenieurwissenschaften, gehörten 12 herausragende Studierende aus den Fakultäten für Ingenieurwissenschaften, Medizin, Biowissenschaften und Exakte Wissenschaften an

Das Team Israel: Karin Sionov (Hauptmann), Niv Amitay, Hadar Ben Shoshan, Noa Kraicer, Bar Glickstein, Itamar Menuhin, Matan Arbel, Doron Naky, Omer Edgar, Itai Katzir, David Kenigsberger und Einav Saadia

Teamkapitänin Karin Sionov, die an der Technischen Fakultät der TAU einen BSc in Biomedizinischer Technik erworben hat: “Es war eine große Ehre für mich, ein Team von herausragenden Studierenden zu leiten, die sehr stolz darauf waren, die Universität Tel Aviv und den Staat Israel zu vertreten. Der Gewinn war unsere Belohnung für ein ganzes Jahr harter, herausfordernder Arbeit. Wir sind mit großer Motivation zum Wettbewerb gekommen und haben alles gegeben, was wir hatten. Ich bin froh, dass wir einige der führenden Universitäten der Welt besiegt haben“.

Innovationen auf Bestellung im Vorbeigehen. So geht Israel

Im Rahmen des iGEM-Wettbewerbs entwickelte das TAU-Team eine innovative Technologie, die die Genomstabilität verbessert und den langfristigen Erhalt der eingefügten synthetischen Gene gewährleistet. Da die meisten Biotech- und Pharmaunternehmen weltweit diese Art der Gentechnik einsetzen, kann die neue Technologie in einer Reihe von Bereichen wie der Arzneimittelentwicklung, der Lebensmittel- und Agrarindustrie und der grünen Energie einen Beitrag leisten.

Die Technologie, die auf Werkzeugen aus verschiedenen Disziplinen wie Ingenieurwesen, Informatik und Molekularbiologie basiert, umfasst Software für den Entwurf genetisch stabiler DNA-Sequenzen sowie neuartige Techniken zur Messung der Genomstabilität. Die Jury war von der neuen Technologie sehr beeindruckt und verlieh ihr eine Goldmedaille sowie Preise und einen hohen Rang in mehreren Kategorien.

Prof. Tamir Tuller: “Dies ist eine sehr beeindruckende Leistung, die beweist, dass die TAU in der synthetischen Biologie führend ist und sich auszeichnet – nicht nur in Israel, sondern auch international. Ein Beweis für die Unermesslichkeit der Leistung kommt von einem Schweizer Unternehmen, das Interesse an unserer Technologie bekundet hat, bereits einen Beitrag zur Förderung der Idee geleistet hat und uns auf dem Weg zur Kommerzialisierung unterstützen will.”

Quelle/Sender (ausgewählt, übersetzt, gekürzt und gruppiert von Glocalist): TAU. Redaktionelle Überarbeitung: Glocalist