Der Kunststoffverarbeiter und Schaumstoffproduzent Greiner aus Kremsmünster veröffentlicht erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Nachhaltigkeitsbericht. Die Greiner AG will eine Kreislaufwirtschaft oder die Halbierung der Emissionen bis 2030 realisieren. Greiner wurde 1868 in Deutschland und 1899 in Österreich gegründet und ist seitdem zu 100 Prozent in Familienbesitz. Gemeinsam betreiben die Spartengesellschaften mehr als 130 Standorte (Produktions- und Vertriebsstätten) rund um den Globus.

Der Bericht stellt die weltweiten Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Unternehmensgruppe in den Mittelpunkt und setzt sich mit den ökologischen und sozialen Problemen der heutigen Zeit auseinander.

„Die Präsentation des Nachhaltigkeitsberichts ist ein absoluter Meilenstein. Wir verpflichten uns darin, einen spürbaren, vor allem aber messbaren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten”, sagt Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner AG

Fokus auf Kreislaufwirtschaft

Die Auswirkungen von Kunststoff wurden 2018 auf europäischer Ebene umfangreich behandelt, erste Regularien für die Industrie folgten. Greiner begrüßt die neue EU-Kunststoffstrategie, wird doch bereits seit Jahren an nachhaltigen Lösungen gearbeitet. Bereits 2016 – noch bevor das Thema Plastikmüll die tägliche Medienagenda dominiert hat – wurde sozial- und umweltverträgliches Handeln mit der „Plastics for Life“-Nachhaltigkeitsstrategie verbindlich in der Unternehmensgruppe verankert.

2017 folgten die Implementierung eines gruppenweiten Nachhaltigkeitsmanagements und nun der Nachhaltigkeitsbericht. Die Anpassung des Produktportfolios im Hinblick auf Recyclingfähigkeit, mehr Innovationen im Sinne der Nachhaltigkeit sowie Aktivitäten zur Etablierung einer Kreislaufwirtschaft zahlen nicht nur auf die europäische Strategie für Kunststoffe ein, sie gehen über die gesetzlichen Forderungen hinaus und sind zugleich die zentralen Themen, bei denen Greiner mit gutem Beispiel vorangeht.

Zielsetzungen als Blaupause für Unternehmensentwicklung

Die im Nachhaltigkeitsbericht gesetzten Ziele reichen teilweise bis in das Jahr 2030. Sie stellen eine Blaupause für die künftige Entwicklung des Unternehmens dar und gehen weit über die Forderungen der EU-Kunststoffstrategie hinaus. Sie reichen von der Einführung eines internen Carbon-Pricing-Systems bis 2020 über das Versprechen sämtliche Kunststoffverpackungen bis zum Jahr 2025 zu 100 % wiederverwendbar, wiederverwertbar oder kompostierbar zu machen oder der Zusicherung alle problematischen bzw. unnötigen Kunststoffverpackungen zu eliminieren bis hin zur Verpflichtung, bis 2025 einen erheblichen Teil des Materialeinsatzes durch Recyclingmaterial abzudecken.

Darüber hinaus sind auch die Erhöhung des Frauenanteils bei Führungskräften auf 35 % bis 2025, die Reduktion der spezifischen CO2-Emissionen um 53 % und die Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energien im Stromeinkauf auf 90 % bis zum Jahr 2030 im Nachhaltigkeitsbericht von Greiner festgelegt.

 

Weitere Infos unter: https://sustainability.greiner.com