Aurubis – die börsennotierte Aurubis AG ist einer der weltgrößten Kupferproduzenten und der weltgrößte Kupferwiederverwerter – und enercity versorgen die Hamburger HafenCity mit CO2-freier Wärme.

Auf dem Aurubis-Werksgelände wurde das größte Industriewärmeprojekt Deutschlands eröffnet. Aurubis und enercity nutzen die Abwärme aus einem Nebenprozess der Kupferproduktion, um die HafenCity Ost in Hamburg zu heizen.

Mit den Worten „Wärme frei!“ begann die Wärme für die HafenCity Ost zu fließen: Auf dem Aurubis-Werksgelände drehten heute Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Umweltsenator Jens Kerstan, Jürgen Schachler (Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG), Susanna Zapreva (Vorstandsvorsitzende der enercity AG) und Ulf Gehrckens, Energiechef von Aurubis, das große Rad und nahmen damit die neue Wärmeleitung in Betrieb.

Durch die mehr als 3,7 km lange, neu gebaute Leitung liefert von jetzt an das Multi- Metallunternehmen Aurubis von seinem Werk auf der Peute aus CO2-freie Wärme an das Energiedienstleistungsunternehmen enercity, das damit die östliche HafenCity versorgt. Die Wärme entsteht in einem Nebenprozess der Kupferproduktion: Der im Kupferkonzentrat enthaltene Schwefel wird als Schwefeldioxid weiterverarbeitet und dann zu Schwefelsäure umgewandelt.

Das Projekt von Aurubis und enercity zeigt, wie die Industrie Energiewende mitgestaltet“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), bei der Eröffnung. „Es demonstriert nicht nur, dass große Energieeffizienz-Potenziale durch intelligente Abwärmenutzung erschlossen werden können, sondern auch, wie im urbanen Raum innovative Energiekonzepte entstehen. Diese Erfolgsgeschichte findet deshalb hoffentlich viele Nachahmer.

Durch die Nutzung der Abwärme wird jährlich ein Ausstoß von mehr als 20.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden. Das Industrieprojekt von Aurubis und enercity zählt zum dena-Projekt „Leuchttürme energieeffiziente Abwärmenutzung“, an dem 14 weitere Unternehmen beteiligt sind.

Durch die Nutzung der Wärme wird ein Ausstoß von mehr als 20.000 t Kohlen-dioxid (CO2) im Jahr vermieden. Zum Vergleich: Dies entspricht den Emissionen von rund 10.000 Mittelklasse-Pkw, die durchschnittlich 12.000 km pro Jahr fahren. Rund die Hälfte der CO2-Reduktion entsteht durch die Verdrängung von Erdgas-Nutzung zur Dampferzeugung auf dem Aurubis-Werksgelände, die andere Hälfte kann durch die Lieferung der Abwärme an enercity vermieden werden. Allein in der HafenCity Ost werden im Endausbau (Ziel: 2029) etwa 4.500 t CO2 pro Jahr eingespart.

„Bei der Kupferproduktion ist Aurubis in Sachen Umweltschutz bereits an der Weltspitze“, erklärte Jürgen Schachler. „Mit diesem Projekt gehen wir jetzt aber noch einen Schritt weiter: Wir verbessern aktiv die CO2-Bilanz außerhalb unserer Werksgrenzen. Das zeigt: Wir als energieintensive Industrie sind bei der Energie-wende ein wesentlicher Teil der Lösung.“

Das Projekt trägt substanziell zur Wärmewende bei – einem Sektor, der aktuell 50 % der Primärenergie beansprucht“, sagt Susanna Zapreva. „Industriewärme ist zukunftsweisend, weil so urbane Wärmquellen eine CO2-neutrale Energieversorgung ermöglichen – und die fruchtbare Zusammenarbeit aller Akteure zeigt, in der Nähe liegt die Kraft! In dezentralen, maßgeschneiderten Projekten liegt der Schlüssel zur Wärmewende.“

 

Downlaod factsheet > HIER

 

 

 

 

 

(Aussender/Quellen: dena, Aurubis)