Ein aktuelles Rating der international hoch anerkannten NGO “Transparency International” hat sich die Maßnahmen von Staaten, wie sie Bestechung im Rahmen der Exportindustrie verhindern, angesehen.

In der Zusammenfassung befindet Transparency International nüchtern: “Nur vier der 47 analysierten Länder gehen aktiv gegen ausländische Bestechung vor, und nur acht Länder gehen mäßig gegen Unternehmen vor, die im Ausland Bestechungsgelder zahlen. Fast drei Viertel aller Länder haben sich auf wenige oder gar keine Durchsetzung von ausländischen Bestechungsfällen beschränkt, was fast die Hälfte aller weltweiten Exporte ausmacht. Dazu gehören die Hälfte aller G20-Länder und acht der 15 größten Exporteure weltweit.

Die vier führenden Staaten in Bekämpfung von Korruption und Bestechnungsgeldern sind: USA, UK, Schweiz und Israel.

(c) Transaprency International

Das hochmoralische Deutschland findet sich in der Kategorie “Gelb”, wo Bestechung nur eine moderate Bekämpfung findet. Das sollte so machen Hoch-zu-Roß-Reiter bedenklich stimmen, der gerne Zügel anzieht, bei jeder Gelegenheit das Lied vom “Deutschen Wesen, an dem die Welt genese” anstimmt und sich überhaupt als moralische Supermacht gerne geriert. Augenscheinlich hat dieser Hochmut keine objektive Basis.

Eine Kategorie schlechter schneidet Österreich und eine Reihe weiterer EU-Staaten ab und in der letzten Gruppe finden sich Staaten wie China, Belgien oder Luxemburg, dessen Außenminister ja auch keine Gelegenheit vorbeiziehen lässt, um Israel zu dämonisieren.

In Sachen Moral hat EU-Europa nichts zu sagen und augenscheinlich, kein Recht andere zu belehren. Es geht jetzt einmal mehr um die Aufgabe, vor der eigenen Haustüre zu kehren bevor man glaubt, andere belehren und maßregelen zu dürfen.

EU-Europa sitzt im sprichwörtlichem Glashaus. Fakt. Vielleicht ist es auch Grund, warum die EU so sehr die USA, UK und Israel bekämpfen und wo geht die Schweiz drangsalieren.