Am 27. Februar 2020 publizierten die Wissenschafter Yan-Chao Li, Wan-Zhu Bai et. al. im Journal of Medical Virology unter dem Titel “The neuroinvasive potential of SARS‐CoV2 may play a role in the respiratory failure of COVID‐19 patients” eine wenig beruhigende Erkenntis:

Das neuroinvasive Potenzial von SARS-CoV2 könnte beim Atemversagen von COVID-19-Patienten eine Rolle spielen. (…) Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Koronaviren nicht immer auf die Atemwege beschränkt sind und dass sie auch in das zentrale Nervensystem eindringen und neurologische Erkrankungen auslösen können. Die Infektion mit SARS-CoV wurde sowohl im Gehirn von Patienten als auch von Versuchstieren gemeldet, bei denen der Hirnstamm stark infiziert war. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass sich einige Coronaviren über eine synapsenverbundene Route verbreiten können.” (Anm. Übersetzung Red.)

Und sie schreiben weiter: “In jüngerer Zeit ergab eine Studie von Mao et al. an 214 COVID-19-Patienten, dass etwa 88% der schwer erkrankten Patienten neurologische Manifestationen einschließlich akuter zerebrovaskulärer Erkrankungen und Bewusstseinsstörungen aufwiesen. Daher sollte man mit ins Kalkül ziehen, dass die mögliche Neuroinvasion eine entscheidende Bedeutung für die Prävention und Behandlung der SARS-CoV-2-induzierten Atemwegsinsuffizienz haben könnte.”

Und BR 24 weiß über eine andere wenig beruhigende Tatsache zu berichten, nämlich dass das Virus sein “Andockprotein” wandelt: Vor und nach der Infektion. “Durch Cryo-EM und Experimente fanden die Forscher heraus, dass das “Andockprotein” des neuen Coronavirus’ in zwei Formen vorkommt: Vor der Infektion menschlicher Zellen sieht es anders aus als beim Infektionsvorgang. Das “Andockprotein” wechselt von einer Form in die andere, indem es seine Struktur stark verändert. Je nach Form ist es inaktiv oder aktiv, chemisch stabil oder instabil. Das ist wichtig für die Entwicklung eines Gegenmittels.

Quelle: Wiley Online Library > https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/jmv.25728