Am Montag verkündet Finanzminister Moshe Kahlon, dass INTEL rund 11 Milliarden USD zum Bau neuer Fertigungsanlagen in Südisrael, in der Stadt Kiryat Gat, investieren will. Die neuen Fertigungsanlagen sollen 2020 in Betrieb gehen, so kann man gerüchteweise erfahren. Nähere Angaben, was und genau ab wann am neuen Standort produziert werden soll, will INTEL nicht öffentlich machen.

INTEL ist in Kiryat Gat kein Unbekannter: In Kiryat Gat befindet sich seit dem Jahr 1999 die Chip-Fabrik Fab 18 des Unternehmens INTEL mit ca. 2.200 Mitarbeitern und ca. 1.700 Mitarbeiter in Zulieferbetrieben.

Nach Bloomberg sollen rund 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden und Israel soll INTEL eine Förderung von 9% der Gesamtinvestsumme zugesagt haben. Der letzte große Coup von INTEL war der Kauf des israelischen Unternehmens Mobileye NV um rund 15 Milliarden USD im Jahr 2017.

Moshe Kahlon sagt gegenüber Reuters: “Intel’s global management has informed us about its decision to invest another 40 billion shekels in Israel, an unprecedented decision that is expected to bring thousands of jobs to the south (of Israel)

INTEL gilt als der größte private Arbeitgeber Israels, ist seit 1974 in Israel engagiert und hat rund 40 Milliarden USD bis dato in Israel investiert. So beschäftigt INTEL nach Eigenangaben rund 12.000 Menschen in Israel und exportierte Waren im Wert von rund 4 Milliarden USD (2018). Wesentliche Entwicklungen, wie eben der heute allgegenwärtige Chip, wurden in Israel von INTEL entwickelt. Alles in allem eine Erfolgsstory.

Damit gilt Israel einmal als der High-Tech-Standort der Welt, an dem kein Weg vorbeiführt. So nimmt es weniger Wunder, wenn Israel im diesjährigen Innovationsranking von Bloomberg Platz 5 belegt und sich um fünf Plätze verbessern konnte, wie auf GLOCALIST berichtet.

 

 

 

(Quellen: Bloomberg, Reuters)