Während in Deutschland in Sachen Artificial Intelligence (AI) und Deep Learning sehr kleine Brötchen gebacken werden, werden in Israel die sehr großen Räder gedreht.

Tesla darf in Deutschland noch auf behördliche Genehmigungen warten und sich mit absurden Forderungen von Naturschutzverbänden auseinandersetzen, da wird derweil in Israel ein “Einhorn” nach dem anderen vom Stapel gelassen. Wie auf GLOCALIST berichtet, sind unter den FORBES Top 50 der Start-ups in Sachen Artificial Intelligence 10 aus Israel.

Wie heute verkündet, kauft INTEL das israelische Start-up Habana Labs für “schlanke” 2 Milliarden USD, um in Sachen Artificial Intelligence und Deep Learning auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

INTEL gilt als einer der größten Investoren in Israel mit rund 15 Milliarden USD Volumen. Habana Labs gilt als einer der führenden Entwickler und Produzenten von Chips speziell designed für AI-Aufgaben.

Diese Akquisition treibt unsere AI-Strategie voran, die darauf abzielt, unseren Kunden Lösungen für alle Leistungsanforderungen anzubieten – vom intelligenten Analyse bis zum Rechenzentrum”, sagt Navin Shenoy, Executive Vice President und General Manager der Data Platforms Group bei Intel. “Genauer gesagt, der Habana Turbo lädt unsere KI-Angebote für das Rechenzentrum mit einer leistungsstarken Schulungsprozessorfamilie und einer standardbasierten Programmierumgebung auf, um den sich ändernden KI-Workloads gerecht zu werden.

Intels KI-Strategie basiert auf der Überzeugung, dass die Nutzung der Potentiale von KI zur Verbesserung der Geschäftsergebnisse eine breite Mischung aus Technologie-, Hard- und Software und die vollständiger Integration des Ökosystems erfordert.

Im Jahr 2019 erwartet Intel nach eigenen Angaben einen Umsatz von über 3,5 Milliarden USD; ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemeinsam können Intel und Habana die Bereitstellung von erstklassigen AI-Produkten für das Rechenzentrum beschleunigen und so den sich wandelnden Anforderungen der Kunden gerecht werden, so INTEL in seiner Pressemitteilung.

Shenoy weiter: “Wir wissen, dass Kunden nach einfacher Programmierbarkeit mit speziell entwickelten KI-Lösungen sowie nach überlegener, skalierbarer Leistung bei einer Vielzahl von Workloads und neuronalen Netzwerktopologien suchen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass ein KI-Team von Habanas Kaliber mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz bei der Ausführung bei Intel dabei ist. Unsere kombinierte IP- und Expertise wird eine unübertroffene Rechenleistung und Effizienz für KI-Workloads im Rechenzentrum liefern.”

Habana bleibt eine eigenständige Geschäftseinheit und wird weiterhin von ihrem derzeitigen Managementteam geleitet. Habana wird an die Data Platforms Group von Intel berichten, wo das KI-Portfolio Intels verortet ist.

Dieser strategische Ansatz und Verknüpfung ermöglicht es Habana, den Zugang zu Intel KI-Funktionen – einschließlich umfangreicher Ressourcen, die in den letzten drei Jahren mit fundiertem Fachwissen über KI-Software, Algorithmen und Forschung aufgebaut wurden – zu skalieren und zu beschleunigen.

Avigdor Willenz, Vorsitzender von Habana, hat sich als Senior Adviser für die Business Unit und Intel verpflichtet. Habana wird seinen Sitz weiterhin in Israel (Ceasarea) haben.

Habana Labs Vorsitzender Avigdor Willenz (Credit: Eyal Toueg/Intel Corporation)

Wir hatten das Glück, Intel aufgrund seiner Investition in Habana kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, und wir freuen uns, offiziell dem Team beizutreten”, sagt David Dahan, CEO von Habana. “Intel hat ein erstklassiges KI-Team und -Fähigkeiten geschaffen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Intel, um unser Geschäft zu beschleunigen und zu erweitern. Gemeinsam werden wir unseren Kunden mehr KI-Innovationen besser und schneller liefern.

Habanas KI-Trainings- und Inferenzprodukte von Habana

Habanas Gaudi AI Schulungsprozessor wird derzeit mit ausgewählten hyperskalierenden Kunden getestet. Es wird erwartet, dass Großknoten-Trainingssysteme auf Basis von Gaudi eine bis zu 4-fache Steigerung des Durchsatzes im Vergleich zu Systemen mit der entsprechenden Anzahl von CPUs liefern. Gaudi ist für ein effizientes und flexibles Scale-up und Scale-out von Systemen konzipiert.

Darüber hinaus hat Habanas Goya AI Inferenzprozessor, der im Handel erhältlich ist, eine ausgezeichnete Inferenzleistung einschließlich Durchsatz und Echtzeit-Latenzzeit in einem wettbewerbsintensiven Leistungsbereich erbringen. Gaudi für Training und Goya für Inferenz bieten eine umfangreiche, einfach zu programmierende Entwicklungsumgebung, die Kunden bei der Bereitstellung und Differenzierung ihrer Lösungen unterstützt, da sich die KI-Workloads mit den wachsenden Anforderungen an Rechenleistung, Speicher und Konnektivität weiterentwickeln wollen.

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Quelle/Sender: INTEL