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Investment und Israel: Rückblick auf den 5. Israelkongreß

2018-12-04T13:10:45+00:004 Dezember 2018|Allgemein, Investment|

Am 25. November fand 5. Israelkongreß im Congress Center der Messe Frankfurt am Main statt, dem die Kongreßparty am 24.11 voranging.  Anspruch des Kongresses ist es, “… ein umfangreiches Programm zu Aspekten der israelischen Gesellschaft in Politik, Kultur, Wissenschaft, Religion und Wirtschaft (zu bieten). Es geht um das multikulturelle Zusammenleben, um Integration, Sicherheit, Trauma-Bewältigungs­stra­tegien, Startups und mehr. Dabei wird Deut­schen und Israelis die Möglichkeit für Begeg­nun­gen und Aus­tausch geboten. Ein thematischer Schwer­punkt wird die gesellschaftliche Vielfalt in Israel sein.

Schirmherren waren der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, und Jeremey Issacharoff, Botschafter des Staates Israel in Deutschland. Promineten Raum nahm der Themenbereich Wirtschaft und Investment in Israel ein, welcher hochrangig durch Israel Bonds repräsentiert wurde. Die Development Corporation für Israel / Israel Bonds, gegründet im Jahr 1951, zählt zu Israels wichtigsten strategischen und wirtschaftlichen Ressourcen. Die Bonds Organisation haben geholfen, jeden Sektor der israelischen Wirtschaft mit aufzubauen. Investitionen in Israel durch Anlagen in Israel Bonds haben ein globales Ausmaß angenommen und umfassen weltweit einen Umsatz von mehr als 41 Milliarden US-Dollar.

Israel Bonds New Leadership

Am Samstag 24.11.2018 kamen vor der großen Kongressparty etwa 80 Studierende und Young Professionals auf Einladung der Israel Bonds zusammen, um das New Leadership Programm kennenzulernen und sich mit CEO Israel Maimon auszutauschen.

CEO Israel Maimon begrüßte die Gäste und berichtete von der Erfolgsgeschichte der Israel Bonds. Durch die erste Crowdfunding-Aktion wurde vor 67 Jahren der Grundstein für die heutige Start-Up Nation gelegt. Die Israel Bonds haben bis heute nicht an ihrer immensen Bedeutung für den Staat Israel verloren.

Im zweiten Teil des Programms stellte Stephan Fichtner, der Vorsitzende des New Leadership (NL) Programms in Deutschland, sein letztes Jahr mit Israel Bonds vor. Mit Unterstützung der Israel Bonds konnte er an Reisen in die USA zur NL-Veranstaltung, an der Delegationsreise nach Israel bis hin zu Veranstaltungen im House of Lords in London und am Treffen mit dem israelischen UN Botschafter Danny Danon teilnehmen.

Die Israel Bonds haben mir eine Tür zu einem internationalen Netzwerk mit verschiedenen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft aufgestoßen, zu dem ich sonst keinen Zutritt gehabt hätte“ fasste Stephan Fichtner seine Erfahrungen mit dem New Leadership Programm zusammen.

Der Anspruch des NL-Programms ist es, den jungen Israelfreunden eine Plattform zu bieten, auf der sie sich austauschen können. Bei dem Event wurde auch die Israel Bonds Deutschland Facebook Seite veröffentlicht, um allen Israel Bonds Freunden im deutschsprachigen Raum die Möglichkeit zu geben an dem globalen Netzwerk teil zu haben. Wenn nicht wir, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Panel „Developing the ecosystem for innovation by setting the preconditions“

Dieses Panel, geleitet von dem Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung Rhein-Main Christian Kusulis, befasste sich mit der Frage, in wie weit Innovationen durch die Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen gefördert werden können. Israel solle dabei als ein gelungenes Beispiel dienen. CEO Israel Maimon führte aus, wie die Isarel Bonds seit 1951 dazu beigetragen haben, die moderne, innovative und vielfältige israelische Wirtschaft aufzubauen, die heute existiert.

David Ben Gurion gründete die Israel Bonds mit dem Ziel in der Diaspora Geld für den jungen jüdischen Staat zu sammeln, denn kurz nach der Staatsgründung war die ökonomische Situation sehr schwierig. Heute aber sei Israel die Start-Up nation mit einer starken Wirtschaft. Gerade in den Bereichen Mobilität, Landwirtschaft und Medizin habe Israel wegweisende Innovationen hervorgebracht.

Shai Babad, Managing Director des israelischen Finanzministeriums, stellte Maßnahmen der Regierung vor, die den Forschung und Entwicklung in Israel fördern. Die israelische Innovationsbehörde (Israel Innovation Authority) sei mit dem Ziel gegründet worden, praktische Unterstützung und Finanzierungsplattformen, etwa für junge Unternehmer, bereitzustellen. Eine besondere Abteilung beschäftige sich nur mit der Unterstützung von Start-Ups. Die Regierung habe erkannt, dass Innovationen eine der wertvollsten natürlichen Ressourcen Israels seien und sei daher bereit, diesen Bereich gezielt zu fördern.

Bettina Stark-Watzinger, Bundestagsmitglied für die FDP und Vorsitzende des Finanzausschusses, beschrieb, wie Deutschland versucht, wirtschaftliche Innovationen und Start-Ups zu fördern. Deutschland könne in diesem Bereich noch nicht mit Israel mithalten, versuche aber aufzuschließen. In einem föderalen System müssten dafür viele Akteure zusammengebracht werden. Auch sei es wichtig, im Bereich der Digitalisierung nachzubessern, um so Grundvorraussetzungen für Innovationen zu schaffen. Der Bereich Forschung und Entwicklung sei ein Feld, auf dem die deutsch-israelischen Beziehungen noch weiter vertieft werden könnten.

Panel „70years of Developing Israel´s economy – Worldwide Aid & Development Assistance”

Das zweite Panel der Israel Bonds befasste sich mit den Zusammenhängen von Wirtschaft und Entwickliungshilfe am Beispiel dies Staates Israel. Moderator Helge Eikelmann, Repräsentant des Generalkonsulats des Staates Israel, betonte die erstaunliche Entwicklung, die Israel in den 70 Jahren seit der Staatsgründung vollzogen hat. Anfangs selbst auf Hilfe angewiesen, leiste Israel heute selbst weltweit Entwicklungs- und Katastrophenhilfe.

Arnon Perlman, Executive Director International Sales and Operations der Israel Bonds, wies auf die Rolle der Israel Bonds in diesem Feld hin. So unterstütze Mashav, Israels Agentur für Entwicklungshilfe, zum Beispiel in Afrika Bewässerungsprojekte.

Victor Harel, Botschafter a.D., hob die gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel in diesem Feld hervor. Gerade bei den angesprochenen Projekten in Afrika würden die beiden Länder sehr gut miteinander kooperieren und es wäre denkbar, diese zusammenarbeit noch weiter zu vertiefen. Shai Babad, Managing Director des israelischen Finanzministeriums, verwies auf den Einsatz innovativer Technologien,wie etwa die Tröpfchenbewässerung, die von israelischen Start-Ups entwickelt wurden. So könne sich Israel auf dem Feld der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe durchaus mit den USA und anderen großen Nationen messen.

Panel „Two Success Stories“

Ziv Aviram, Mitbegründer von Orcam und Mobileye, stellte seine Start-Ups vor und berichtete, wie aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen werden konnte. Dann führte er dem Publikum die kleine und leichte OrCam 2.0 vor, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, zu lesen und Gesichter zu erkennen.

CEO Israel Maimon erklärte, welchen Beitrag die Israel Bonds zum Erfolg der israelischen Staatsgründung geleistet haben. Als David Ben-Gurion 1951 die israelischen Staatsanleihen ins Leben rief, wollte er sowohl die israelische Unabhängigkeit feiern als auch für die nötigen finanziellen Ressourcen sorgen, um den unabhängigen jüdischen Staat aufzubauen. Ben Gurions Idee, Staatsanleihen in der Diaspora zu verkaufen, war geprägt von Innovationsgeist und Mut. „Bis heute ist Israels Erfolgsgeheimnis die Mischung aus Innovation und Chuzpe“ ist sich Israel Maimon sicher. Israel habe sich zu einer wirtschaftlich starken Nation entwickelt, die in vielen Bereichen, etwa in der Medizin und in der Landwirtschaft, wegweisende Innovationen hervorgebracht habe. Der Managing Director des israelischen Finanzministeriums Shai Babad begrüßte die Teilnehmenden zum letzten der drei Israel Bonds Panel. Israel sei zwar ein kleines Land mit wenigen natürlichen Bodenschätzen, dafür sei es aber umso reicher an Innovations- und Pionierleistungen. Der Staat versuche, mit gezielten politischen Maßnahmen, Start-Ups und jungen Unternehmergeist zu fördern. Dieses Panel hat eindrücklich gezeigt, wie sich in Israel Innovationen und Unternehmergeist zu wirtschaftlichem erfolg verbinden.

 

Der Israelkongreß wird alle zwei Jahre von ILI (I Like Israel) ausgerichtet. Sacha Stawski, Vorsitzender von ILI, zu Mission&Vision: “Darum geht es ILI: um Israel außerhalb des Konfliktfeldes; um Wissenschaft, Medizin, Technologien und Innovationen, um Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Archäologie, Sport, Gesellschaft, aber auch um die Dinge, die von den Medien sonst nicht, unzureichend oder sogar falsch berichtet werden. ” Man darf sagen, es ist mit diesem Kongreß einmal mehr gelungen.

 

 

 

(in Kooperation mit Michael Grauss, Beiratsmitglied GLOCALIST)

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