Wie heute die Jerusalem Post berichtet, dürfte dem MIGAL Galilee Research Institute ein Durchbruch gelungen sein.

Der Minister für Wissenschaft und Technologie Ofir Akunis sagt gegenüber der Jerusalem Post, dass man in wenigen* Wochen einen Impfstoff haben würde, der dann möglicherweise in rund 90 Tagen erhältlich sein werde. Vorausgesetzt alles läuft optimal.

Es war ein wenig Glück, doch es ist Glück des Tüchtigen, denn das MIGAL gehört zu einem der führenden Forschungsinstitute im Bereich der Biotechnologie. Es ist so kein Zufall, dass es dort entdeckt wurde.

Seit rund vier Jahren entwickelt das Team von MIGALeinen Impfstoff gegen das infektiöse Bronchitis-Virus (IBV), das eine Bronchialkrankheit bei Geflügel verursacht und dessen Wirksamkeit in präklinischen Versuchen am Veterinärinstitut nachgewiesen wurde.

Dieser Ansatz sollte den Erfolg bringen. Dabei bedient man sich eines neuartigen Ansatzen der Endozytose, die nach Wikipedia “… ein zellulärer Vorgang, bei dem durch Einstülpung von Bereichen der Zellmembran aus der Umgebung der Zelle Flüssigkeit und Partikel aufgenommen werden. Weiterhin wird dadurch die Zusammensetzung der Zellmembran reguliert und der Transport von Rezeptoren von der Zellmembran vermittelt.” Durch diese quasi Hintertüre wird das Immunsystem auf Vordermann gebracht und nicht mehr ein spezifischer Impfstoff gegen den Virus entwickelt, was langwieirg und komplex ist. Und die Tests sollen alle positiv verlaufen sein.

In der Pressemitteilung von MIGAL erläutert Dr. Chen Katz, Leiter der Biotechnologie-Gruppe der MIGAL: “Der wissenschaftliche Rahmen für den Impfstoff basiert auf einem neuen Proteinexpressionsvektor, der ein chimäres lösliches Protein bildet und sekretiert, das das virale Antigen durch selbstaktivierte Endozytose (ein zellulärer Prozess, bei dem Substanzen in eine Zelle eingebracht werden, indem das Material mit einer Zellmembran umgeben wird, wodurch ein Vesikel gebildet wird, das das aufgenommene Material enthält) in die Schleimhäute transportiert wird, wodurch der Körper Antikörper gegen das Virus bildet. In präklinischen Studien (IN-VIVO) haben die Forscher von MIGAL gezeigt, dass die orale Impfung hohe Mengen spezifischer Anti-IBV-Antikörper induziert.

MIGAL ist ein Institut für angewandte Forschung, die sich auf die Bereiche Biotechnologie, Umwelt- und Agrarwissenschaften spezialisiert hat. MIGAL wurde 1979 in der Stadt Kiryat Shmona gegründet, um eine zentrale Einrichtung für wissenschaftliche Forschung und einen wissensbasierten Wirtschaftsfaktor an der nördlichen Peripherie Israels zu schaffen. Was gelungen ist. Israel heilt die Welt.

Auf GLOCALIST zum Thema

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Weiterer fortführender Artikel > https://www.fromthegrapevine.com/health/coronavirus-vaccine-israel-migal-research-institute-david-zigdon

Quellen: MIGAL, Jerusalem Post

*Edit: Ursprünglich sprachen Quellen von drei Wochen. Aktuell wird von “wenigen Wochen” gesprochen, weshalb es hier zur editorialen Korrektur bei GLOCALIST kam (1.3.2020). Siehe dazu nachstehenden Screenshot, der die ursprüngliche Schlagezeile/Ausgangsmeldung bei Jerusalem Post dokumentiert und unsere zitierte Ausgangslage darstellte: