Wie aktuell die Jerusalem Post berichtet, soll das IIRB (Israel Institute for Biological Research) mit den ersten Impftest in Laufe des Oktobers starten.

IIRB-Leiter Prof. Shmuel Shapira wird von der Jerusalem Post zitiert: “Wir werden nach den Feiertagen mit Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien beginnen, aber wir haben ein Produkt in der Hand

Im Juni, wie auf GLOCALIST berichtet, wurde eine erste Testserie erfolgreich an Hamstern getestet. Alle Hamster, die geimpft wurden, und hernach dem Covid19 ausgesetzt worden sind, sind nicht krank geworden.

Es solle sich um einen sogenannten passiven “Impfstoff” handeln, also der verabreicht wird, wenn die Infektion vorliegt. Das Virus werde im Körper des Patienten durch den “Impfstoff” neutralisiert. Es handelt sich so um einen “Monoklonalen Antikörper.”

Dies meint, dass dieser Antikörper, also das immunologisch aktive Proteine, die von einem Zellklon produziert werden, sich gegen ein einzelnes Epitop des Virus richtet und vernichtet. “Das Prinzip der Herstellung monoklonaler Antikörper wurde 1975 von César Milstein, Georges Köhler und Niels Jerne publiziert,[1] die dafür im Jahr 1984 den Nobelpreis für Medizin erhielten.[2] Die Technik beruht auf der Verschmelzung von Antikörper-produzierenden B-Zellen mit Zellen einer MyelomZelllinie, wodurch hybride Zellen entstehen, die unbegrenzt Antikörper einer bestimmten Spezifität produzieren (Hybridom-Technik).” (Wikipedia).

Nun habe man ein echtes Produkt in der Hand, wird Shapira zitiert und man sei zuversichtlich, dass die Tests nach den Hohen Feiertagen starten werden.

Wie Arutz Sheva berichtet, gratuliert bereits der Ministerpräsident vom Staat Israel, Benjamin Netanjahu: “Ich freue mich, von den Fortschritten zu hören, und ich möchte Ihnen dazu gratulieren. Setzen Sie diesen Weg fort, mit der Höchstgeschwindigkeit, von der Sie glauben, dass sie wissenschaftlich machbar ist.

Das Institut befindet sich in der Stadt Nes Tziona und wurde 1952 als Teil des Wissenschaftskorps der israelischen Streitkräfte gegründet und später zu einer zivilen Organisation umgewandelt. Heute steht das Institut unter der Aufsicht des Büros des Premierministers, unterhält aber nach wie vor enge Verbindung mit dem israelischen Verteidigungsministerium.

In Voraussicht hatte Premierminister Netanjahu am 1. Februar angeordnet, ein Team von rund 50 führenden Wissenschaftlern im Institut zu versammeln, um einen Impfstoff zu entwickeln. Wie es scheint, dürfte diese konzentrierte Maßnahme von Erfolg gekrönt werden.

Quellen: Jerusalem Post, Arutz Sheva, Glocalist