Wir können unser Schicksal nicht in die Hände anderer legen, es ist nötig, dass wir selbst uns auch klar gegen Judenhass positionieren.

Während es in der Politik oft unvermeidbar ist, einen Dialog mit denen zu führen, die uns bzw. Israel nicht wohlgesonnen sind, gilt das nicht für Privatpersonen.

Wenn „kritische Israelfreunde“, die z.B. in einer Kirche, die als antisemitisch geltende Nakba Ausstellung zeigen wollten und nur auf unseren Druck hin, von dem Kölner Superintendenten daran gehindert wurden, Gastgeber eines Konzertes sind, wenn auch nicht die direkten Veranstalter, sollten jüdische Künstler nicht daran teilnehmen und sich von denen instrumentalisieren lassen, die aus kosmetischen Gründen nach jüdischen Vorzeigefreunden suchen.

So sehr ich Verständnis dafür habe, dass Künstler sich über jeden Auftritt freuen, so sehr appelliere ich an deren Solidarität.

Es gibt Menschen, die kann man nicht bekehren, da muss man klare Kante zeigen. Der Kampf gegen Antisemitismus geht nur gemeinsam.

Wir dürfen uns nicht gegenseitig in den Rücken fallen, die Zeiten geben das nicht mehr her. Rückgrat müssen nicht nur die anderen zeigen, das gilt auch für uns!