Die Zahl der Start-ups in Deutschland ist binnen einen Jahres sprunghaft von 54.000 auf 60.000 angestiegen. Start-ups in diesem Sinne sind Gründungen der letzten fünf Jahre, die innovations- oder wachstumsorientiert sind.

Von Start-ups im engeren Sinne spricht der Report, wenn diese sowohl innovations-als auch wachstumsorientiert sind. Auch deren Zahl stieg von 9.000 auf 12.500. Die im Jahresvergleich relativ großen Unterschiede begründet der Report mit der hohe Gründungs- und Schließungsdynamik im Start-up-Bereich.

Als größte Gründungshemmnisse bezeichneten die Start-up Gründer i.e.S. (in Klammern Start-up Gründer allgemein) die Kundengewinnung 53 % (30 %), das finanzielle Risiko 52 % (43 %), die Mitarbeitergewinnung 49 % (46 %), die Bürokratie 47 % (43 %), die Finanzierung 41% (43 %) und die Belastung für die Familie 35% (44 %).

Insbesondere die Themen Bürokratie und Mitarbeitergewinnung sollten den staatlichen Instanzen zu denken geben, denn vom Bürokratieabbau bei Start-ups ist bislang nur wenig zu spüren und die Gewinnung ausländischer Arbeitskräfte ist nach wie vor schwierig. Dabei ist gerade für Start-up eine internationale Belegschaft besonders wichtig. Auch der Frauenanteil unter den Start-up Gründern ist ernüchternd. Nur 21 % der Start-up Gründer sind Frauen, und bei den Start-ups i.e.S. sind es sogar nur 12 %.

Stärker als die US Vorbilder – so der Report – haben deutsche Start-ups Geschäftskunden im Fokus (also b2b nicht b2c). Das sei aber auf Dauer kein Nachteil, sondern eine Chance, weil die Digitalisierung der Wirtschaft gerade erst ins Rollen komme.

 

 

 

 

(Quelle/Aussender: KfW)