In der aktuellen Juni-Umfrage (5.6. – 19.6.2019) sind die Konjunkturerwartungen für China um 9,5 Punkte gefallen und notieren somit bei einem Stand von minus 7,8 Punkten wieder im negativen Bereich (Mai 2019: 1,7 Punkte).

Der CEP-Indikator, der auf Basis des China Economic Panel (CEP) erhoben wird und die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, befindet sich damit seit April 2018 fast ununterbrochen unterhalb der Null-Linie. Lediglich im Mai 2019 war der Indikator kurzfristig leicht positiv, so das ZEW.

Die insgesamt negativen konjunkturellen Einschätzungen für die nächsten zwölf Monate schlagen auch auf die wichtigsten Wirtschaftsregionen durch. Mit Ausnahme von Chongqing wird das Wachstum aller anderen Regionen weniger gut beurteilt als noch im Vormonat. Bei den Einschätzungen zu Hong Kong fällt auf, dass die aktuellen Massendemonstrationen gegen ein Auslieferungsgesetz nach (Festland-)China und die erhöhte politische Unsicherheit bisher nicht zu einer starken Verschlechterung der Einschätzungen zur Wirtschaftsentwicklung geführt haben“, fasst Dr. Michael Schröder, Senior Researcher im Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und Projektleiter der CEP-Erhebung, zusammen.

 

 

(Quelle: ZEW)