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“Künstliche Intelligenz” + “Künstlichen Sinne” = Künstliche Intelligente Spezies (KIS)?

2019-01-16T12:53:46+00:0016 Januar 2019|Allgemein, Innovation|

Das „Joint Lab“ ist eine gemeinsame Einrichtung der Nanyang Technological University, Singapur (NTU Singapur) und des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam. Innovative Forschungsaktivitäten im Bereich der künstlichen Sensorik werden hier gebündelt und sollen z.B. in der Robotik und im modernen Gesundheitswesen ihren Einsatz finden.

Moderne Werkstoffe, “Skin Electronics”, biomedizinische Technik und künstliche Intelligenz (AI) können so in ein sensorisches Feedbacksystem integriert werden. Eine andere Vision des Forschungsverbundes ist es, die menschlichen Sinne zu erweitern.

Neuartige Sensortechnologien können es ermöglichen, Radarfrequenzen oder Mikrowellen zu sehen oder zu hören, Infektionen oder genetische Muster zu riechen oder Erdbeben zu spüren.

Sicherheitskräfte könnten so austretende giftige Stoffe in einer Fabrik lokalisieren, und Geologen die kleinsten tektonischen Bewegungen identifizieren und so früher vor Erdbeben warnen.

Neue, künstliche intelligente Spezies (KIS)?

NTU Präsident Professor Subra Suresh sagt dazu: “Diese Zusammenarbeit wird die Robotik und medizinische Technologien auf ein neues Level heben, da hier menschliche Sinne, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen miteinander kombiniert werden.

Davon werden die unterschiedlichsten Industriezweige profitieren, insbesondere aber das Gesundheitswesen. Modernste medizinische Geräte könnten dabei helfen Fehldiagnosen zu reduzieren, Präzisionsmedizin könnte schnellere und bessere Pflege für Patienten anbieten.

Professor Peter Fratzl, Vorsitzender der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft, hebt hervor: “Eine Multisensorik mit preiswerten, aber dennoch robusten Sensoren, gepaart mit dezentral neuronal verdichteten Daten, wird Instrumente hervorbringen, die in der Lage sind, wie eine intelligente Spezies zu agieren. So können „Big Data“ in eindeutige Metainformationen umgewandelt werden wie z.B. Warnsignale oder Empfindungen. Die Anwendungsmöglichkeiten für Ingenieurswissenschaften, Umwelttechnologien oder medizinische Behandlungen weisen ein unglaublich breites Spektrum auf.

Das Joint Lab wird insgesamt bis zu 30 NTU- und MPIKG-Wissenschaftler beschäftigen. Schon jetzt wurden einige Sensoren präsentiert, die externe Stimuli wie Berührung, Geräusche, Druck, Licht und Temperatur direkt aufnehmen.

Professor Louis Phee, Dekan vom NTU College of Engineering, stellt fest: “Wenn wir Technologien wie die künstliche Intelligenz benutzen, sind wir in der Lage Systeme zu entwickeln, die besser sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken können, als es uns die Natur erlaubt. Integriert man diese Systeme erfolgreich in unser tägliches Leben, könnten wir sogar unsere menschlichen Sinne schärfen und so unsere Umgebung erweitert wahrnehmen.

 

 

 

 

 

(Sender/Quelle: Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung/Schulze)

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