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Online-Medien: Jüngere Leser bereit für Inhalt zu bezahlen. + 40 schnorren lieber

2019-01-29T11:23:37+00:0029 Januar 2019|Allgemein, Investment|

Die “Gratis-Ökonomie”, so hat sich herumgesprochen, ist eben nicht gratis und verlangt im Gegenzug den Daten-Striptease. Dabei bleiben User wie Inhalte auf der Strecke, es zählt nur mehr der Klick. Meist verbirgt sich hinter der reiserischen Schlagzeile die berichtstechnische Öde.

So bieten jüngst Online-Medien wie der STANDARD neue Erlösmodelle an: Wir tracken dich nicht, keine Werbung, dafür zahlst Du. Eine Politik, die auch GLOCALIST verfolgt.

Eine aktuelle PwC-Studie unterlegt diesen Ansatz als ökonomisch sinnvoll, da er mehr und mehr goutiert wird. Die Grenze liegt bei ab 40. Über 40-jährige wollen lieber schnorren und gratis konsumieren.

Fast 40 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben für Online-Inhalte von Zeitungen oder Magazinen schon mal Geld ausgegeben, zeigt die aktuelle PwC-Umfrage. Weitere 20 Prozent sind zumindest grundsätzlich bereit dazu und auch unter den 30- bis 39-Jährigen ist die Zahlungsbereitschaft bemerkenswert hoch.

Dagegen beharren die über 40-Jährigen auf kostenlosen Angeboten; dazu PwC-Experte Ballhaus: „Die Verlage sollten sich auf die Generation Smartphone statt auf die Generation Internet konzentrieren.

Für diese Trendumkehr gibt es eine Reihe von Gründen. „Eine wichtige Rolle dürfte spielen, dass viele Verlage seit zwei, drei Jahren zumindest ihre besonders hochwertigen Inhalte hinter sogenannten Bezahlschranken verstecken. Dadurch wachsen jüngere Leser mit der Erkenntnis auf, dass guter Journalismus eben doch nicht kostenlos zu haben ist“, sagt Ballhaus.

Ein weiterer Faktor: Die Generation Smartphone ist – anders als die Generation Internet – daran gewöhnt, für nicht-physische Produkte zu bezahlen. „Wer ein Streaming-Abo hat, findet es womöglich ganz normal, sich auch ein digitales Magazin-Abo zu leisten oder per App einzelne Artikel kostenpflichtig herunterzuladen“, sagt der PwC-Experte. Zumal: „Die Bezahlverfahren werden immer nutzerfreundlicher. Auch hier haben wir es allmählich mit eingeübten Verhaltensweisen zu tun.“

Gleichwohl warnt Ballhaus die Verlage vor falschen Hoffnungen. Denn: Wie die Umfrage von PwC ebenfalls zeigt, haben die Nutzer offenbar ganz klare Vorstellungen davon, für welche Inhalte sie womöglich zu zahlen bereit sind – und für welche nicht.

So begründeten 54 Prozent derer, die kostenlos journalistischen Online-Content konsumieren, ihr Verhalten damit, dass ihnen „die Informationen auf den entsprechenden Websites so wichtig dann doch nicht“ seien. Diese Feststellung korrespondiert mit einem weiteren Ergebnis der Befragung.

So meinten 46 Prozent, sie seien für Inhalte normalerweise nicht bereit zu bezahlen, da diese an anderer Stelle gratis zur Verfügung stehen. Die Schlussfolgerung, so Ballhaus: „Wer mit bezahlpflichtigen Inhalten Geld verdienen will, der muss auch in entsprechenden exklusiven Journalismus investieren.“

 

 

 

 

(Quelle: PwC)

 

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