Die wirtschaftliche Entwicklung und damit verbundene Erwerbslosigkeit und Existensicherung steht ohne Zweifel aktuell im Fokus. Dies vor dem Hintergrund, dass mehr und mehr Staaten sich am Rande eines zweiten Lockdowns bewegen, den Israel bereits vor Beginn der Hohen Feiertage beschlossen hat. Dieser Lockdown in Israel soll zumindest noch bis Sonntag andauern.

Aktuell sehen offiziellen Zahlen rund 1 Million Menschen, die ihre Arbeit bzw. Erwerb in Israel verloren haben, was geringeren Konsum bedingt und damit wiederum ein Schrumpfen der Wirtschaft.

Das Defizit in Israel für die ersten neun Monate des Jahres 2020 hat 102,4 Milliarden Schekel (30,2 Milliarden Dollar) erreicht, verglichen mit 31,1 Milliarden Schekel (9,1 Milliarden Dollar) für den gleichen Zeitraum des Jahres 2019. In den vergangenen 12 Monaten ist das Staatsdefizit auf 9,1% des BIP angestiegen.

Vor diesem Hintergrund prognostizierte der IWF im Juni für Israel ein Schrumpfen der Wirtschaft um 6,3 %. Die aktuelle IWF-Prognose bringt hier ein wenig mehr Licht in den Horizont und spricht nunmehr von einem wahrscheinlichen Schrumpfen des Bruttosozialproduktes von 5,9 %. Mehr noch, für das Jahr 2021 prognostiziert der IWF für Israel sogar ein Wachstum von 4,9%.

Der IWF geht in seiner aktuellen Prognose davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2020 um 4,4% schrumpfen wird, was doch eine Verbesserung seiner Prognose von Juni mit 4,9% darstellt. Der IWF sieht die Wirtschaft in der Eurozone im Jahr 2020 um 8,3% schrumpfen, während die US-Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich um 4,3% schrumpfen wird.

Gewinner ist China und kann sich über ein prognostiziertes Wachstum von Plus 1,8% freuen. Reperationsforderungen gegenüber China, wo das Virus seinen Ausgangspunkt nahm und durch die unverantwortliche Informationspolitik Pekings die Pandemie vielleicht sogar verursacht wurde, so doch zumindest befeuert, werden berechtigt neuerlich laut.