2018 wurde Quantum Machines in Tel Aviv mit einem Startkapital von 5,5 Millionen USD von Nissim Ofek, Yonatan Cohen und Itamar Sivan gegründet. Alle kommen vom Weizmann Institute of Science. Die Finanzierungsrunde wurde vom Venturcapital (VC)-Unternehmen TLV Partners geführt, wie GLOBES berichtet.

Derart mutige wie visionäre VCs fehlen halt leider in Europa und Deutschland, die aktuell ihren dritten Investmentfonds aufgelegt haben, wie auf GLOCALIST berichtet.

Haaretz zitiert Amir Yacoby (Harvard University und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von Quantum Machines): “Es ist das erste Unternehmen der Welt, das sowohl die Hardware als auch die Software baut, die den Einsatz dieser Computer ermöglichen wird. Man muss verstehen, dass das Quantencomputing in den Universitätslabors geboren wurde, bevor die Elektronikindustrie dafür bestimmte Geräte entwickelte. Was wir taten, war, die für klassische Computer bestimmten Geräte zu nehmen und sie an die Quantencomputer anzupassen.

Heute bietet Quantum Machines eine einmalige Plattform für Forscher und Industrie an: Die “Quantum Orchestration Platform“. Sie dient der Durchführung von komplexen Quantenalgorithmen und stelle nach Eigenangaben: “Die umfassende Plattform zur Durchführung der komplexesten Quantenalgorithmen und Experimente und zur Förderung der Welt des Quantencomputers” dar.

Die Quanten-Orchestrierungsplattform, die im Jänner 2020 gelauncht wurde, kombiniert als virtuelle Plattform die sogenannten “exostischen” Fähigkeiten der Quantenwelt mit klassischem Computerassembling, was zu einer beispiellosen Kontrolle und Flexibilität führt, wodurch die Experimente weiter als je zuvor gehen können, wie nachstehendes Diagramm vom Angebot von Quantum Machines illustriert.

(Screenshot von Quantum Machines)

Die Quanten-Orchestrierungsplattform stellt eine vollständige Hardware- und Softwarelösung zur Steuerung von Quantensystemen dar. Quantum Machines hat einen eigenen Impulsprozessor entwickelt, der Multi-Qbit-Manipulation beherrscht und gleichzeitig unabhängig von dem Quantenprozessor ist, mit dem er interagiert, so techcrunch zusammenfassend.

Das Herzstück der Quanten-Orchestrierungsplattform ist das extrem leistungsfähige OPX, ein von Grund auf für die Quantentechnik entwickeltes Hardwaresystem, das die äußerst anspruchsvollen Anforderungen von Quantensteuerungsprotokollen erfüllt, darunter Komplexität, Timing, Präzision und ultra-niedrige Latenzzeiten.

Mehrere OPXs können zusammen für die Steuerung und den Betrieb großer Quantenprozessoren integriert werden, wobei die Synchronisation und der Datenaustausch gut geregelt sind. Mit QUA können mehrere OPXs, die vom selben Server aus betrieben werden, nahtlos und ohne zusätzlichen Aufwand programmiert werden, so als befänden sie sich innerhalb derselben Hardware“, so die weitere Beschreibung von Quantum Machines in eigenen Worten.

Quantum Machines ist so das erste Unternehmen der Welt, das eine virtuelle Quantenmaschine mit einer einfachen, intuitiven Programmiersprache kommerziell anbietet. Damit werden hochkomplexe Quantenexperimente und ihre Anwendungen künftig kosten- und zeitgünstiger das Licht der Welt erblicken. Schrödingers Katze ist in Israel aus der Box gesprungen.