/, Investment/Siemens Zukunftscampus in Berlin-Spandau kommt: 600 Millionen Euro Investsumme

Siemens Zukunftscampus in Berlin-Spandau kommt: 600 Millionen Euro Investsumme

2018-10-31T16:30:57+00:0031 Oktober 2018|Allgemein, Investment|

Nach zähem Ringen mit dem Senat, der “Abschiebung” Googles aus Berlin und Abschmieren Berlins im Start-up Ranking, wie auf Glocalist berichtet, scheint man sich zu besinnen: Es wird nun doch der Zukunftscampus von Siemens in der Siemens-Stadt Wirklichkeit. Dazu Florian Swyter (FDP):”Diese Entscheidung ist ein Lichtblick nach der unsäglichen Blamage der rot-rot-grünen Regierung im Zusammenhang mit der Absage des Google-Campus..  Jetzt ist der Senat ganz besonders gefordert, die Umsetzung dieser Entscheidung zügig anzugehen und in eine gute Infrastruktur, eine optimale ÖPNV-Anbindung und schnelles Internet zu investieren. Eine Riesenchance für unserer Stadt, die nicht verspielt werden darf!” Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller: “Die Siemensstadt 2.0 bringt den Berlinerinnen und Berlinern neue Arbeitsplätze, neue Wohnungen und neue Infrastruktur. Es wird ein sozialer und digitaler Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort der Zukunft.

Siemens will 600 Millionen Euro in den Standort investieren, wo es zu einer Synthese von Wohnen und Arbeiten unter dem Vorzeichen Innovation, Forschung und High-Techproduktion kommen soll. Siemens, dessen Wiege in Berlin-Spandau stand, kehrt nun zukunftsträchtig nach Berlin zurück. Das Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 70 Hektar und hat zum Ziel, das großflächige Industrieareal in einen modernen und von vielfältiger Nutzung geprägten urbanen Stadtteil der Zukunft zu wandeln, so Siemens.

In der Presseaussendung heißt es von Siemens weiter: “Siemensstadt 2.0. Das Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 70 Hektar und hat zum Ziel, das großflächige Industrieareal in einen modernen und von vielfältiger Nutzung geprägten urbanen Stadtteil der Zukunft zu wandeln. Ein weiteres Ziel ist, im Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft ausgewählte Schlüsseltechnologien und Innovationsfelder zu stärken. Dafür sollen Forschungs-, Fach- und Gründungszentren, sowie außeruniversitäre und wissenschaftliche Einrichtungen und deren Partnerunternehmen angesiedelt werden.

Es wird dies ohne Zweifel ein wichtiger unbd maßgeblicher Impuls für Berlin werden und man kann nur hoffen, dass Politik und Bürokratie das Projekt nicht ähnlich verschleifen wie den Bau des BER. Diese Obacht drückt sich sehr gut und diplomatisch im Statement von Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.  und maßgeblich treibende Kraft für die Vision Siemensstadt, die nun Wirklichkeit werden kann: “Der Senat von Berlin hat uns überzeugend dargelegt, dass er ein solches Großprojekt will.

Im Einzelnen sollen in Siemensstadt Anwendungsfelder wie dezentrale Energiesysteme und Energiemanagement, Elektromobilität, Industrie 4.0, Machine Learning, vernetzte Assets, Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz, Data Analytics, Blockchain sowie Additive Manufacturing angesiedelt werden. Das Konzept sieht Investitionen in service- und fertigungsbezogene Kernkompetenzen vor. Damit sind auch neue Stellenprofile verbunden. In Abstimmung mit dem Berliner Senat wird Siemens einen städtebaulichen Wettbewerb durchführen, der Grundlage für die weitere Entwicklung des Projekts sein wird, so die Vision nach Siemens.

Das Gründungskonzept der Siemensstadt 1897 bestand darin, Arbeiten, Forschung und Wohnen zu vereinen und damit eine intakte Symbiose für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen. Auch heute müssen wir die Zukunft der Arbeit neu denken. Megatrends, wie die industrielle Digitalisierung und die Urbanisierung werden fundamentale Veränderungen mit sich bringen. Arbeiten, Leben und Wohnen werden integrierter und mit der zunehmenden Vernetzung von Menschen und Dingen entstehen neue Ökosysteme. Siemens ist Weltmarktführer und Vordenker in der Automatisierung und der industriellen Digitalisierung. Genau darum geht es uns in der Siemensstadt 2.0 ─ wir wollen Industrie 4.0 auch im sozio-ökonomischen Umfeld führend gestalten. Dazu gehört ein vernetztes Ökosystem mit flexiblen Arbeitsbedingungen, gesellschaftlicher Integration und bezahlbarem Wohnraum“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Im Rahmen der Vereinbarung der Siemensstadt wurde eine zweite Absichtserklärung für einen Industrie- und Wissenschaftscampus mit der Stadt Berlin, der TU Berlin, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) unterzeichnet. Die Absichtserklärung stellt die Weichen für eine erste konkrete Maßnahme, die sowohl dedizierte Kerntechnologien, als auch spezifische Anwendungsfelder im Bereich der konventionellen Kraftwerkstechnik adressieren soll.

 

 

 

 

 

 

(Aussender/Quellen: Siemens, Stadt Berlin)

 

Über den Autor:

Naftali Neugebauer
Herausgeber Glocalist und als Innovationsmanager tätig.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

 
Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Diese Seite bietet Nachrichten via Twitter und verwendet Social Media Dienste. Ich bin damit einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Ich stimme zu