In den letzten Wochen haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen in der israelischen Wirtschaft angesichts der Ausbreitung des Coronavirus und der Maßnahmen zu dessen Verhinderung deutlich verschlechtert.

Die Wirtschaftstätigkeit wurde ernsthaft gestört und die Volatilität auf den Finanzmärkten hat zugenommen. Vor diesem Hintergrund hat der Währungsausschuss beschlossen, ein Programm zum Kauf von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt in Höhe von insgesamt 50 Milliarden NIS aufzulegen, um die Kreditbedingungen in der Wirtschaft zu lockern und die Wirtschaftstätigkeit und die finanzielle Stabilität zu unterstützen.

Die Zinssätze der Bank von Israel liegen seit langem auf einem niedrigen Niveau, was die finanziellen Bedingungen für den Unternehmenssektor und die Haushalte erleichtert. Die Anleihekäufe werden es der Bank von Israel ermöglichen, die Anleiherenditen am Markt entlang der gesamten unindizierten und indizierten Kurven zu beeinflussen und die Kosten für längerfristige Kredite für Unternehmen und Haushalte zu senken, und zwar als ergänzendes Instrument zur kurzfristigen Zinspolitik.

Die zusätzliche monetäre Unterstützung ist besonders wichtig in einer Zeit, in der viele Unternehmen und Haushalte aufgrund der schweren Krise, die sich negativ auf ihr Einkommen auswirkt, in Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Darüber hinaus wird das Anleihekaufprogramm die Bank von Israel in die Lage versetzen, die durch die mangelnde Liquidität auf den Finanzmärkten verursachte ernste Volatilität der Anleiherenditen zu mildern und auf eine Stabilisierung der Märkte hinzuwirken.

Quelle/Sender: Bank of Israel