Wissenschaftler der Stanford University School of Medicine haben einen Zusammenhang zwischen fortschreitendem Alter, systemischen Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Koffeinkonsum ausgemacht.

Eine umfassende Analyse von Blutproben, Umfragedaten sowie medizinischen und familiären Vorgeschichten von mehr als 100 Teilnehmern einer mehrjährigen Studie hat einen grundlegenden Entzündungsmechanismus aufgedeckt, der mit dem menschlichen Altern und den damit verbundenen chronischen Krankheiten zusammenhängt.

Die Studie, die am 16. Januar in Nature Medicine online veröffentlicht wurde, sagt, dass diesen Entzündungsprozesse die treibende Kraft für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit erhöhte Sterblichkeitsrate sind.

Metaboliten oder Abbauprodukte von Nukleinsäuren – den Molekülen, die als Bausteine für unsere Gene dienen – die im Blut zirkulieren, können diesen Entzündungsprozess auslösen, so die Studie.

Die Studie liefert auch Hinweise darauf, dass Koffein und seine eigenen Metaboliten der Wirkung dieser zirkulierenden Nukleinsäure-Metabolite entgegenwirken können, was möglicherweise erklärt, warum Kaffeetrinker dazu neigen, länger zu leben als Abstinenzler.

Mehr als 90 Prozent aller nichtübertragbaren Krankheiten des Alterns sind mit chronischen Entzündungen verbunden“, sagte der Hauptautor der Studie, David Furman, PhD, ein beratender außerordentlicher Professor am Stanford Institute for Immunity, Transplantation and Infection. Mehr als 1.000 Arbeiten haben den Nachweis erbracht, dass chronische Entzündungen zu vielen Krebsarten, Alzheimer und anderen Demenzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoarthritis und sogar Depressionen beitragen, sagte er.

Es ist auch bekannt, dass Koffeinkonsum mit Langlebigkeit verbunden ist“, sagte Furman. “Viele Studien haben diesen Zusammenhang gezeigt. Wir haben einen möglichen Grund dafür gefunden, warum dies so sein könnte.”

Quelle/Sender (gekürzt): Stanford University