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Strategie der deutschen Bundesregierung für Künstliche Intelligenz: eine Luftnummer. Wo bleibt aber die deutsche Wirtschaft?

2019-03-18T13:44:37+00:0018 März 2019|Allgemein, Kommentar|

Die digitale Strategie Deutschlands ist gründlich gescheitert. Der letzte Negativ-Baustein ist die – in weiten Kreisen der Wissenschaft und Wirtschaft mit Entsetzen aufgenommene – jüngst publik gewordene “Kürzung” zur Förderung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland.

Aus der dereinst angekündigten Förderung von 3 Milliarden Euro auf zehn Jahre, die durch die Bank von fast allen Experten als zuwenig erachtet wurde, wie auf Glocalist berichtet, wurde nun auf jämmerliche und auch noch unsichere 500 Millionen Euro reduziert.

Die geplante Fördersumme soll durch Umschichtung aus drei Ministerien zusammen kommen. Dies geht auf die Kappe der GroKO hier geführt von Finanzminster Scholz, der lieber die Rücklagen für nicht-nachhaltige Sozialprogramme und Klientelpolitik verpulvert als für Innovation und Zukunftsfähigkeit.

Bedenkt man, dass alleine das Privatunternehmen Microsoft 10 Milliarden USD oder die chinesische Stadt Tinjain 13 Milliarden USD frisches Geld in KI investieren, weiß an, dass Deutschland hier seine Zukunftsfähigkeit fahrlässig und ohne Not verspielt.

Aber es ist nicht nur die Bundesregierung für ihre Zögerlichkeit zu kritisieren, es stellt sich auch die Frage, warum nicht deutsche Unternehmen hier massiv tätig werden. Blickt man auf Micrsosoft, Apple, Facebook so sieht man, dass hier in Summe fast dreistellige Milliardenbeiträge in die Hand genommen werden.

Was hindert die deutsche Wirtschaft durch ihre Spitzenverbände, einen entsprechenden Fonds in zumindest guter zweistelliger Milliardenhöhe einzurichten oder einfach den Weg des Risikokapitals zu gehen und entsprechende Mitteln auf dem Kapitalmarkt einzuwerben?

Sich nur auf den Staat zu verlassen und zurückzulehnen und warten bis er das Mana liefert, ist auch nicht der richtige und zukunftsweisende Weg.

 

 

Über den Autor:

Naftali Neugebauer
Herausgeber Glocalist und als Innovationsmanager tätig.

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