Das Whitepaper von Startup Genome zu den Auswirkungen von COVID-19 auf das globale Startup Ecosystem liegt vor: es ist der erste Forschungsbericht zum Thema Auswirkungen des Coronavirus auf die Start-Up-Wirtschaft. Und er bietet Anlaß für Hoffnung was die Wirtschaft betrifft.

Die Mission von Startup Genome ist es, den Erfolg von Startups und die Leistung des Ökosystems zu unterstützen. Die Arbeit beruht auf mehr als einem Jahrzehnt unabhängiger Forschung mit Daten von über einer Million Unternehmen in 150 Städten.

Mit mehr als 100 Auftraggeber in 38 Staaten ist Startup Genome die weltweit führende Organisation für Politikberatung und Forschung für Regierungen und öffentlich-private Partnerschaften, die sich für die Verbesserung der Ökosysteme von Startup-Unternehmen einsetzen.

Die Hauptergebnisse der aktuellen Studie zu den Auswirkungen der Coronakrise auf das Ecosystem von Start-ups sind:

Chinesische Investoren brechen ein

Seit Beginn der Krise in den ersten beiden Monaten des Jahres sind die chinesischen VC-Deals im Vergleich zum Rest der Welt zwischen 50 und 57 Prozentpunkte zurückgegangen. Wenn ein solcher Rückgang weltweit auch nur für zwei Monate eintritt, werden im Jahr 2020 etwa 28 Milliarden Dollar an Startup-Investitionen verloren gehen.

Startup Genom nimmt die beiden vorangegangenen Rezessionen (2000-2001 und 2007-2009) als historische Vorlage, um den aktuellen Moment zu betrachten.

In beiden Krisen lagen die Gesamtrückgänge der globalen VC-Investitionen über zwölf Monate zwischen 21,6 und 29,3 Prozent – das entspricht einem Rückgang der globalen VC-Investitionen um bis zu 86,4 Milliarden Dollar, wenn man sie auf unseren aktuellen Kontext projiziert. In den USA gingen die Technologie-IPOs nach den letzten beiden Rezessionen um 90 Prozent zurück.

Heutige Fortune-500 Unternehmen wurden in Krisen gegründet

Während der letzten beiden Rezessionen wurden zwar weniger Dollar investiert, dafür aber mehr Unternehmen finanziert. Dies meint, über die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen wurden während einer Rezession oder einer Baisse gegründet. Mehr als 50 Tech-Einhörner, die zusammen einen Wert von 145,2 Milliarden Dollar hatten, wurden während der Rezessionsjahre 2007-2009 gegründet.

Neue und junge Unternehmen sind die wichtigsten Nettoarbeitsplatzschaffer in der Wirtschaft, und dies gilt insbesondere in Rezessionen, wenn ältere Unternehmen Nettoarbeitsplatzvernichter sind, so die Botschaft von Startup Genome. Zugespitz kann man sagen, jetzt in der Krise werden die neuen Milliardenunternehmen gegründet.

Quelle/Sender (gekürzt): Startup Genome