Vom 14. bis 20. April führte das weltweit tätige Personalvermittlungs- und Beratungsunternehmen Kroll Consulting eine Umfrage unter israelischen High-Tech-Mitarbeitern durch, die in globalen Unternehmen und weltweit tätigen Firmen tätig sind.

Israel, “die Start-up-Nation”, steht bei Risikokapitalinvestitionen gemessen am BIP weltweit an erster Stelle, beherbergt rund 5.000 Start-ups und liegt bei der Zahl der an der Nasdaq notierten Unternehmen weltweit an dritter Stelle hinter den USA und China.

Die von Kroll Consulting durchgeführte Umfrage befragte israelischer Hi-Tech-Mitarbeiter über die Maßnahmen ihrer Unternehmen, die diese als Reaktion auf die Coronavirus-Krise gesetzt haben.

28% der Beschäftigten gaben an, dass es im Unternehmen bereits Entlassungen gab, und 60% gaben an, dass in den nächsten Monaten aufgrund der Coronavirus-Krise mit weiteren Entlassungen gerechnet wird.

23% berichteten von Gehaltskürzungen im Unternehmen, hauptsächlich in einer Spanne von 15% bis 20%. 14% stellten fest, dass die Unternehmensleitung mitgeteilt hat, dass aufgrund der Coronavirus-Krise im Laufe dieses Jahres Lohnkürzungen erforderlich sein könnten.

79% der Beschäftigten sind nach wie vor vollzeitbeschäftigt, 13% haben vorübergehend bezahlten oder unbezahlten Urlaub, 7% arbeiten in Teilzeit und 2% der Beschäftigten wurden bereits entlassen.

Die Unsicherheit über die physische und finanzielle Gesundheit hat zu einem erhöhten Maß an Stress, Sorgen aber und vor allem sozialer Solidarität geführt.

Hohes Vertrauen in die Unternehmensführung

91 % der israelischen Hi-Tech-Mitarbeiter vertrauen darauf, dass das Führungsteam des Unternehmens die richtigen Entscheidungen trifft, um die Coronavirus-Krise zu bewältigen, 73 % sind sehr zuversichtlich oder äußerst zuversichtlich.

70 % der Mitarbeiter äußern sich zuversichtlich, dass ihr Unternehmen die Auswirkungen des Coronavirus überwinden wird und höchstwahrscheinlich das diesjährige Budget einhalten oder das Budget nur leicht verfehlen wird.

Professor Dr. Yoram Kroll, ein Spezialist für wirtschaftliche Rehabilitation und Unternehmensbewertung, sagte: “Der Glaube der Arbeitnehmer an die Widerstandsfähigkeit der Hi-Tech-Unternehmen, der sich in der Studie widerspiegelt, steht auch im Einklang mit der Wertsteigerung der Hi-Tech-Unternehmen an der New Yorker Börse in den letzten Wochen, was auf ein hohes Maß an Vertrauen auch seitens der Investoren hindeutet, die eine relativ schnelle Rehabilitation der Hi-Tech-Industrie nach der COVID-19-Krise erwarten.

Nur 7 % der Mitarbeiter sind besorgt, dass ihr Unternehmen aufgrund der Coronavirus-Krise enorme finanzielle Schwierigkeiten haben wird.

90% der Mitarbeiter sind der Meinung, dass das Management mit den Mitarbeitern über das Krisenmanagement effektiv kommuniziert. 96% sind der Meinung, dass es sehr wichtig oder äußerst wichtig ist, alle Mitarbeiter aktiv in die Lösung der Krise einzubeziehen, um negative Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse des Unternehmens zu minimieren.

Ronit Kroll (Geschäftsführerin, Kroll Consulting): “In Krisenzeiten schauen die Mitarbeiter zur Führung auf, um Unterstützung, Richtung und Stabilität zu bieten. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Mitarbeiter Bedenken hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit haben, aber auch ein hohes Maß an Vertrauen und eine effektive Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften in der israelischen Hi-Tech-Industrie sowie den Glauben an die langfristige Widerstandsfähigkeit der Unternehmen gegenüber den Herausforderungen von COVID-19. Die Beschäftigten brachten eine hohe Motivation für eine aktive Beteiligung an der Bewältigung der Krise zum Ausdruck und haben ein hohes Maß an sozialer Solidarität gezeigt, die persönliche Gehaltskürzungen unterstützt, um Entlassungen im Unternehmen zu vermeiden”.

(In der Umfrage wurden 300 israelische Hi-Tech-Beschäftigte befragt, 99% Konfidenzintervall mit einer Fehlermarge von 4,4%).

Quelle/Sender: Kroll