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Verbrennungsmotoren ohne Emission und klimaneutral – Alternative zum E-Auto?

2018-10-08T15:12:36+00:008 Oktober 2018|Allgemein, Innovation|

Saubere Verbrennungsmotoren? Klingt utopisch, ist aber denk- und machbar: Ansatz ist die Verwendung von synthetischen Kraftstoffen wie Oxymethylenether (OME). Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben getestet, wie sich ein solcher Kraftstoff im Motor verhält und ein optimiertes Brennverfahren entwickelt.

Synthetische Kraftstoffe wie die Gruppe der Oxymethylenether (OME) könnten die Lösung darstellen, sagt die TUM in ihrer Aussendung. Sie verbrennen fast ohne unerwünschte Nebenprodukte wie Rußpartikel oder Kohlenwasserstoffe. Gegenüber anderen, schon länger bekannten Designerkraftstoffen bieten sie damit einen zusätzlichen Vorteil für die Luftqualität.

Es gibt allerdings auch Nachteile führt TUM in ihrer Aussendung aus: “Die Herstellungskosten sind höher als die der fossilen Kraftstoffe und noch gibt es keine Anlagen für die Produktion.” Beides sind aber lösbare Herausforderungen und keine grundsätzlichen Hindernisse. Denn kommt er zum Einsatz, so wird es Produktionsstätten geben und der Preis wird auf Grund the scale of economy sinken. Es erscheint einfacher solche Produktionsstätten zu bauen, als die zahlreichen Herausforderungen der E-Mobilität zu lösen (geringe Reichweite, kein Tanknetz, Speicherung, teure Rohstoffe …).

Die Testreihe gibt den Einsatz von OME recht. So wird der Testaufbau folgend beschrieben: “Zunächst arbeiteten die Forscher mit Computer-Simulationen und Versuchen an einem Einzylindermotor-Prüfstand. Sie bestimmten die optimalen Parameter für die effiziente Verbrennung. So besitzt der synthetische Kraftstoff zum Beispiel einen geringeren Heizwert als Diesel. Das bedeutet, dass mehr Kraftstoff in den Motor gegeben werden muss, um die gleiche Leistung zu erreichen. Die Wissenschaftler passten die Einspritzventile daher dementsprechend an.

Da der synthetische Kraftstoff keinen Ruß produziert, ist es außerdem möglich, große Mengen an Abgas wieder in den Motor zurückzuführen, ohne dass der Einlasstrakt verschmutzt wird. Mit diesem Verfahren wird die Entstehung von Stickoxiden gebremst, weil das rückgeführte Abgas sehr hohe Temperaturen während der Verbrennung verhindert.

Im Anschluss testeten die Wissenschaftler die Parameter an einem Vollmotor-Prüfstand. Dabei handelt es sich um einen Serienmotor mit sechs Zylindern, der speziell für den Betrieb mit dem synthetischen Kraftstoff umgerüstet wurde. Die Versuche am Vollmotor bestätigten die vorherigen Ergebnisse.”

Klimaneutral

Das Euro-6-Niveau, also der gültige Grenzwert, ist mit dem synthetischen Kraftstoff ohne Probleme erreichbar. Wir sind außerdem davon überzeugt, dass mit einer leistungsfähigen Abgasnachbehandlung die Emissionen sogar auf nahezu Null gesenkt werden können.“ Wird OME aus Abfall-CO2 – also Kohlendioxid, das etwa bei Prozessen in der Stahlindustrie, der Zementindustrie oder in Kohle- und Gaskraftwerken anfällt – und Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt, wäre es sogar klimaneutral”, erklärt Dr. Martin Härtl, der das Projekt koordiniert.

 

 

(Quelle/Aussender: TUM)

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Ein Kommentar

  1. Ulrich Keiffenheim 12. Oktober 2018 um 9:14 Uhr - Antworten

    Für vielversprechend halte ich auch die Brennstoffzellen-Technologie. Vernünftige Reichweiten. Umrüstung der Tankstellen auf Wasserstoff ist auch einfacher als auf E-Ladesäulen. Mittlerweile soll es sogar möglich sein, Wasserstoff ohne Kühlung flüssig zu halten. Derzeit sprechen nur 2 Dinge dagegen: Es gibt nur 40 Tankstellen bundesweit und im Ausland gar keine. Und die Preise für die Fahrzeuge sind noch völlig indiskutabel. Rund 70 TEUR ist einfach zu viel für einen Kompakt-SUV von Hyundai.

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