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Video-Streaming-Dienste: Umsätze bis 2023 steigen um 100%. Netflix und Amazon profitieren am meisten

2019-06-11T18:11:10+00:0011 Juni 2019|Allgemein, Investment|

Die Individualisierung des User-Verhaltens beschert der weltweiten Medienindustrie die nächste Revolution, zeigt der „Global Entertainment & Media Outlook“ von PwC.

Die weltweite Unterhaltungsindustrie steht angesichts immer individuellerer User-Präferenzen vor weiteren Umbrüchen. Das ist das zentrale Ergebnis des „Global Entertainment & Media Outlook 2019-2023“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Nachdem die lineare Mediennutzung in den vergangenen Jahren mehr und mehr vom On-Demand-Konsum ergänzt und teilweise sogar substituiert wurde, steht nun die nächste Revolution bevor. Die Nutzer möchten ihre Medienangebote zunehmend persönlich maßschneidern“, sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland.

Die größten Profiteure dieser Entwicklung dürften laut PwC-Studie Video-Streaming-Portale wie Netflix, Amazon Prime, DAZN oder Eurosport Player sein. Im vergangenen Jahr kamen diese im Fachjargon „OTT“ („Over the top“) genannten Anbieter weltweit bereits auf Umsätze in Höhe von 38,2 Milliarden US-Dollar. Bis 2023 prognostiziert der „Globale Entertainment & Media Outlook“ nochmals eine markante Steigerung ihrer Erträge auf 72,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 13,8 Prozent entspricht.

Damit würde der Gesamtumsatz der weltweiten Medien- und Unterhaltungsindustrie von zuletzt etwa 2,1 Billionen auf rund 2,6 Billionen US-Dollar steigen. Am stärksten dürften die Werbeerlöse aus dem Segment „Podcasts“ zulegen, dem die Studie ein durchschnittliches Wachstum von 28,5 Prozent p.a. voraussagt.

„Virtual Reality“ könnte mit einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 22,2 Prozent rechnen, die eSport-Branche mit 18,3 Prozent. Was es dabei zu berücksichtigen gilt: Sowohl im „Virtual Reality“-Bereich (zuletzt 2,2 Milliarden US-Dollar Umsatz) als auch bei den Werbeerlösen im Bereich „Podcasts“ (0,9 Milliarden) und eSport (0,8 Milliarden) ist das Ausgangslevel deutlich bescheidener als beim Video-Streaming. Verlierer ist nicht nur Print, sondern auch TV und physisches Heimkino.

Aus dieser Perspektive und Prognose besteht tatsächlich kein Grund mehr das Öffentlich-Rechtliche TV weiterhin mit Steuermilliarden am Leben zu erhalten. Pespektivisch betrachtet, interessiert es niemanden mehr.

 

(Quelle: PwC)

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