Neben den freudigen Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag des Mauerfalls sind unsere Gedanken bei den vielen jüdischen Opfern der #Reichspogromnacht vom 09. auf den 10. November 1938.

In dieser Nacht fühlten sich die Nazis ihrer Sache erstmals so sicher, dass sie eine koordinierte und landesweite Hass- und Tötungsaktion gegen die deutschen Juden durchführten.

Dies konnte geschehen, weil die damalige Gesellschaft größtenteils weggeschaut hat, als ihre jüdischen Nachbarn verprügelt, inhaftiert und getötet wurden. Synagogen und jüdische Geschäfte brannten oder wurden beschädigt. Die Nazis wussten, dass ihnen die Gleichgültigkeit der Bevölkerung gewiss war.

Heute, 81 Jahre später, sehen wir wieder Anfänge dieser Gleichgültigkeit, wenn Juden drangsaliert, bedroht und ermordet werden, nur aus dem Grund, dass sie Juden sind.

Innerhalb der deutschen jüdischen Gemeinschaft erleben wir dadurch ein zunehmendes Klima von geistig gepackten Koffern. Es wird immer mehr daran gezweifelt, ob eine jüdische Zukunft in Deutschland gesichert ist.

Die Gesellschaft gerät immer mehr unter Druck, vor allem von rechts- sowie linksradikalen und islamistischen Kräften.

Diesen Druck aus der Gesellschaft zu nehmen, sollte fortan Leitgedanke der bundesdeutschen Politik sein. Es wird notwendig sein, ein Gesellschaftssicherungskonzept zu erarbeiten, welches auf vielen Ebenen sicherstellen muss, dass extremistischen Strömungen jeglicher Coleur der Nährboden entzogen wird.

Hier müssen langfristig Bildung verstärkt und Gesetze und Strafmaße an die aktuellen Bedingungen angepasst werden. Hasser müssen konkret spüren, dass sie keinen Platz in dieser Gesellschaft haben.

Mit den richtigen Worten allein kann man den Kampf gegen eine auseinanderdriftende Gesellschaft nicht mehr gewinnen. Ein konsequenter Staat, mit einer wertebewussten Gesellschaft wird immer notwendiger.
Dies zu fördern ist unser Antrieb von der WerteInitiative.

Co-Autor: Daniel Kohn