BAND, der Bundesverband der VCs und Businessangels, hat eine Blitzumfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt und in der aktuellen Pressemitteilung ist man mehr als skeptisch über das geschnürte Wirtschaftspaket der Bundesregierung.

Konkret schreibt BAND in seiner Pressemitteilung dazu: “Es dürfte unstreitig sein, dass besonders Start-ups durch die Corona Krise in eine prekäre Lage geraten werden. Ob die Liquiditätshilfen und andere Teile des Maßnahmenpakets der Bundesregierung auch bei Start-ups wirken, ist sehr zweifelhaft.

Zu befürchten ist, dass das Instrument der Rückverbürgung von Bankkrediten zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen durch die KfW bei Start-ups nicht wirken wird. Zu Banken bestehen außer normalem Kontokorrentgeschäft seitens der Start-ups keine Kreditlinien, weil keine Sicherheiten gestellt werden können oder das Geschäftsmodell mangels Bewährung durch die Banken nicht einschätzbar ist. Banken werden daher vermutlich auch kaum Interesse an solchen für sie kostenaufwändigen rückverbürgten Liquiditätshilfen für Start-ups haben.

Die üblichen Finanziers von Start-ups sind Business Angels und VCs. Daher ist es naheliegend, daran zu denken, ihnen für die Bridgefinanzierung der Start-ups zur Überwindung des Liquiditätsengpasses eine ähnliche Rückverbürgung der KfW zu gewähren. Da sie in den meisten Fällen, wo dies in Betracht kommt, selbst schon in die Start-ups investiert haben, werden sie die Mittel mit der gebotenen Sorgfalt einsetzen.”

Start-ups fallen so wie auch Ein-Personen-Unternehmen durch den Rost und werden unter den Bus geworfen. Der Ruf nach einem beispielsweise bedingten Helikoptergeld wird immer lauter, wo der Staat als “Superauftraggeber” auftritt und ein Mindestvolumen an Auftrag garantiert. Man wird auch nicht vorbeikommen rasche unbüokratische und vielfältige Maßnahmen zu setzen.