Das ifo schlägt it dem neuen Wirtschaftsklimabericht Alarm. Man sieht einen dramatischen Einbruch. Die Staaten Frankreich und Belgien ziehen das Wirtschaftsklima am stärksten nach unten.

Das ifo Wirtschaftsklima ist von 6,6 auf -11,1 Punkte gesunken und liegt somit zum ersten Mal seit 2014 wieder unter null. Die Experten beurteilen die aktuelle Lage und die künftige Entwicklung pessimistischer. Das Tempo des Wirtschaftswachstums im Euroraum dürfte sich verlangsamen.

Die Konjunkturerwartungen in Frankreich sind regelrecht abgestürzt. Auch die Lagebewertung ist gesunken, jedoch in geringerem Maße. In Belgien verschlechterten sich Lage und Erwartungen deutlich. In Italien trübte sich die Lagebeurteilung erneut ein und liegt somit am tiefsten von allen Euroländern. Hingegen haben sich die Erwartungen der Experten in Italien nicht mehr verschlechtert, sondern stagnieren auf einem sehr niedrigen Niveau. In Spanien fielen die Indikatoren vergleichsweise wenig. Auch Deutschland kann sich dem Abwärtstrend nicht entziehen.

 

 

Die Experten sind zunehmend pessimistisch mit Blick auf die künftigen Exporte, die Investitionen und den privaten Konsum. Sie erwarten eine Inflation von 1,7 Prozent im Jahre 2019. Die kurz- und langfristigen Zinsen dürften in den nächsten sechs Monaten langsamer steigen. Zudem gehen die Experten davon aus, dass die Aktienkurse in der nahen Zukunft sinken werden.

Soweit die Darstellung der KPI aus volkswirtschaftlicher Sicht vom ifo. An Gründen kann man ausmachen, die mangelhafte marktwirtschaftliche Orientierung, zuviel Etatismus und Protektionismus verbunden mit zu hohen Steuern, die das Investionsklima eintrüben, und zu wenige Innovationen. Mit seiner ausufernden Bürokratie stellt sich Europa selber ein Bein und verhindert so den Anschluß an die Digitalisierung.

Der Brexit fällt dabei eher weniger ins Gewicht. Europa muss sich ökonomisch öffnen und seine hohen Zollschranken abbauen, die Grund für den Handelsstreit mit den USA sind: Im Schnitt sind die Importzölle für Waren aus den USA als umgekehrt.

Diese Schieflage kann nicht auf Dauer gut gehen. Umgekehrt hat die offene Grenzpolitik der EU unter Führung Deutschlands zu erheblichen finanziellen Belastungen geführt und ein Klima der Unsicherheit erzeugt. Der private Konsum ist stark rückläufig, die Lebenshaltungskosten für das Notwendigste explodieren. Dabei bleibt für den privaten Konsum nichts mehr über.

Auch fehlt eine Industriepolitik wie heute der BDI moniert: “Es ist höchste Zeit für ein industriepolitisches Gesamtkonzept der Bundesregierung. Angesichts der massiven Herausforderungen im internationalen Wettbewerb darf die Koalition keine weitere Zeit verlieren, um die deutsche Industrie mit mehr als acht Millionen Arbeitsplätzen im In- und Ausland wetterfest zu machen.

 

 

(Quellen: ifo, BDI)