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World University Ranking: EU-Europa im nichts

2019-04-23T22:28:20+00:0023 April 2019|Allgemein, Kommentar|

Das aktuelle World University Ranking mit Fokus auf Ingenieurswissenschaft und Technik zeigt einmal mehr, dass Europa – mit der Ausnahme von Oxford – am Rande des Abgrunds steht. Statt endlich auf Wissenschaft, Innovation und Forschung zu setzen, beschäftigt man sich lieber mit eher unproduktiven bis hin die Gesellschaft spaltenden Themen, die ohne Not und Sinn vom Stapel gelassen worden sind. Es werden lieber die Gretas der Welt für ihre simple wie populistische wie falsche Botschaft – Panik machen – gefeiert. Das ist Unsinn und bringt keine Lösungen. Panik ist keine Kompetenz und hilft nicht, Zukunft zu gestalten. Ganz im Gegenteil.

Rund 900 Universitäten wurden bewertet und es finden sich nur fünf – darunter zwei in der Schweiz und zwei in Großbritannien – unter den Top 25 Universitäten: Oxford, Cambridge, ETH, École Polytechnique Fédérale de Lausanne und Delft University of Technology. Man kann pointiert sagen, die Nicht-EU Staaten können global mitmatchen. EU-Universitäten sind bis auf Delft inexistent. Wissen wird heute in den USA oder in den asiatischen Ländern produziert. Fakt.

Statt der 1000enste Debatte über Gendersprech zu führen oder “Respekt” für eine Ideologie, die Homosexuelle steinigt, zu zeigen, sollte man sich den vitalen, den relevanten Themen zuwenden, die die Zukunft sichern. Europas Politik ist alles andere als nachhaltig. China gab 2017  rund 440 Milliarden Euro für Wissenschaft&Forschung aus, die EU in Summe lediglich 360 Milliarden Euro. Das wird global abgestraft. Die europäische Elite der Entscheidungsträger und Wissenschaft versagen. Strukturell.

Dieses Fiasko haben die großen Parteien der Christdemokraten, Sozialdemokraten und Grüne, eine träge, blockierende EU-Bürokratie, die sich selbst über die Hintertüre als Bundesstaat ohne hinreichende demokratische Legitimation, Gewaltentrennung und Institutionen etablieren will, und eine schwache Opposition mitzuverantworten; ja sind ursächlich dafür meiner Meinung nach, da sie dieser Scharade eines Parlamentes Weihe und Respekt verleihen. Sie schaden so der Idee der Demokratie, schaden der Zukunft Europas und haben eine autoritäre Rechte den Weg geebnet.

Europa lebte rund 70 Jahre in einer globalen Wellnessoase und in einer wohl einmaligen Plüschkuschelzone mit ganz viel Zuckerwatte. Sein Garant war die USA und weniger ein Resultat europäischer Friedenskompetenz, wo noch bis Mitte der 80er faschistische Diktaturen wüteten. Das ändert sich gerade und Europa ist maximal schlecht aufgestellt.

Entscheidend für die Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Prosperität/Wohlstand, soziale Gerechtigkeit ist die Forschungsquote, Wissen, Innovation, Disruption und Freiheit. Alles, was diese KPIs behindert, ist konterproduktiv. Europa hat nur als Wissensgesellschaft Zukunft, ob Sozialunion, Wirtschaftsunion, Währungsunion etc. ist da völlig nachranging.

Großbritannien und Schweiz zeigen, es geht und es muss anders gehen. Und blickt man auf das “kleine” Israel sieht man, dass Israel mit nur rund 9 Millionen Einwohner und einer sehr überschaubaren Staatsfläche unter permanenter Vernichtungsbedrohung durch die islamische Staatenwelt und nach nur 70 Jahren Existenz als Staat, regelmäßig zu den Top 10 der Weltmächte gehört, unter den Top 10 der innovativsten Staaten mitmacht und in vielen anderen Rankings Toppositionen belegt.

Es kommt eben nicht nur auf die Größe an, sondern man kann auch erfolgreich sein mit dem Weg der Qualität und Freiheit. Bei allen drei Staaten – Großbritannien, Schweiz, Israel, ganz zu schweigen von den USA – kann man einen sehr ausgeprägten und gelebten Gedanken der Freiheit und das Streben nach Autonomie, Souveränität und Unabhängigkeit erkennen. So unterschiedlich diese Staaten sich in der Struktur, Geschichte und Ausgangslage auch darstellen mögen, aber die Idee der Freiheit und Unabhängigkeit ist ihre Gemeinsamkeit. Der Bürger sollte davon lernen, will er, dass er und seine Kinder und Kindeskinder Zukunft haben: Souveräne Freiheit sich nehmen.

 

 

 

Über den Autor:

Naftali Neugebauer
Herausgeber Glocalist und als Innovationsmanager tätig.

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