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BMW iX4 bringt Coupé-SUV als Elektro-Variante der Neuen Klasse

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

BMW iX4 bringt Coupé-SUV als Elektro-Variante der Neuen Klasse Glocalist Press © glocalist.press
BMW iX4 bringt Coupé-SUV als Elektro-Variante der Neuen Klasse © glocalist.press

BMW schiebt mit dem iX4 ein weiteres Elektro-SUV der Neuen Klasse ins Rampenlicht. Marktstart ist für März 2027 angesetzt, zwei Antriebsvarianten stehen zum Start bereit.

Im Werk Debrecen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. BMW will dort ab März 2027 den iX4 vom Band rollen lassen. Das Modell tritt als Coupé-SUV auf und soll die Neue Klasse um eine eigenständige Elektro-Variante erweitern. Zwei Antriebsoptionen stehen zum Marktstart bereit, wobei das stärkere M60 xDrive nur kurz nach der Basisversion folgt.

Die Produktion in Ungarn setzt auf digitalisierte Abläufe und nachhaltige Standards. BMW spricht von Industrie 4.0 und verweist auf eine Wertschöpfungskette, die auf Effizienz und Ressourcenschonung getrimmt ist. Die Fertigung erfüllt Vorgaben der Bundesnetzagentur und integriert Smart-Grid-Technologien sowie DIN EN ISO 50001.

Technisch setzt der iX4 auf zwei Elektromotoren, einen an jeder Achse. Im M60 xDrive liefern sie zusammen 450 kW (612 PS) und 875 Nm Drehmoment. Damit sprintet das Topmodell laut unabhängigen Messungen in 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h, elektronisch abgeregelt. Für die übrigen Varianten bleibt BMW Leistungsdaten bislang schuldig, bestätigt aber Allradantrieb zum Start.

Optisch hebt sich der iX4 mit seiner coupéartigen Linie klar von klassischen SUV ab. Die Front übernimmt das Design der Neuen Klasse mit markanter Niere und Doppelscheinwerfern. Am Heck sitzt ein Spoiler mit integrierter Bremsleuchte. Das M Sportpaket ist Serie und bringt 20-Zoll-Leichtmetallräder, beim M60 xDrive sind 21 Zoll Standard, optional bis zu 22 Zoll. Blaue Bremssättel kennzeichnen die M Sportbremsanlage.

Für den BMW iX4 ist eine 800-Volt-Architektur mit neuen zylindrischen Batteriezellen der sechsten Generation vorgesehen, deren volumetrische Energiedichte etwa 20 % über der der bisherigen prismatischen Zellen liegt.

BMW Group

Die sechste Generation des BMW eDrive-Systems bildet die technische Basis. Die 800-Volt-Architektur und neu entwickelte zylindrische Batteriezellen sollen laut BMW rund 20 % mehr volumetrische Energiedichte liefern als die bisherigen prismatischen Zellen. Das wirkt sich direkt auf Reichweite und Ladegeschwindigkeit aus. Für den europäischen Markt sind laut vorläufigen Spezifikationen der iX4 40 xDrive mit etwa 374 PS und bis zu 638 km Reichweite sowie der iX4 50 xDrive mit rund 469 PS und bis zu 828 km Reichweite geplant. Diese Werte hängen vom jeweiligen Markt und Messverfahren ab.

Im Innenraum setzt BMW auf reduziertes Design. Käuferinnen und Käufer wählen aus sieben Interieurs. Ein Panoramadach mit Klimakomfort-Glas und ein HiFi-System mit sieben Lautsprechern und 205 Watt sind Serie. Das Cockpit besteht aus BMW Panoramic Vision, 3D Head-Up Display, 17,9-Zoll-Zentral-Display und Sportlenkrad. Zur Markteinführung stehen neun Lackierungen zur Auswahl, weitere Farben folgen ab März 2027.

Die Ausstattungsliste zeigt, dass BMW den iX4 als eigenständiges Modell innerhalb der Neuen Klasse positioniert. Die Kombination aus kräftigen Antrieben, großem Panoramadach und digitalem Cockpit richtet sich an ein anspruchsvolles Publikum. Preise und weitere technische Details hält BMW noch zurück.

Die Präsentation des iX4 ist für den 8. Oktober 2026 angesetzt. Im März 2027 startet der Verkauf. Die Neue Klasse dient als Plattform für die nächste Generation elektrischer BMW-Modelle. Sie steht für eine eigenständige Architektur, die auf Elektromobilität und digitale Vernetzung ausgelegt ist. Die Einführung des iX4 fällt in eine Phase mit wachsendem Wettbewerb und steigenden Anforderungen an Reichweite, Ladeinfrastruktur und digitale Dienste. Die Batterie bietet laut unabhängigen Angaben 112,2 kWh Kapazität, unterstützt bis zu 400 kW Ladeleistung und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 428 Meilen (rund 689 km). Diese Werte zeigen, wie stark die neue Zelltechnologie auf Effizienz und Ladegeschwindigkeit einzahlt.

BMW setzt mit der Neuen Klasse auf eine eigenständige Plattformstrategie. Volkswagen und Mercedes-Benz verfolgen jeweils eigene Elektroplattformen. BMW betont die Modularität und Skalierbarkeit der Neuen Klasse. Die Bedeutung solcher Plattformen für den deutschen Markt wurde bereits in früheren Analysen beleuchtet. Weitere regulatorische Details liefert die Bundesnetzagentur-Dokumentation.

Viele Details bleiben offen. BMW nennt bislang keine Preise, keine geplanten Stückzahlen und hält sich auch bei Softwarefunktionen und Over-the-Air-Updates bedeckt. Die Markteinführung fällt in eine Phase, in der die Konkurrenz bei elektrischen SUV-Coupés weiter zulegt und die regulatorischen Anforderungen an Effizienz und Digitalisierung steigen. Für die Zulassung und den Betrieb in Europa sind die Einhaltung der aktuellen EU-Vorgaben zur Cybersecurity, wie sie das BSI und die UNECE WP.29 fordern, Pflicht.

Mit dem Coupé-SUV iX4 folgt BMW dem Trend zu differenzierten Karosserieformen im Elektrosegment. Die Neue Klasse bleibt als Plattform eigenständig und modular. Ziel ist es, Entwicklungskosten zu senken und neue Technologien schneller auf die Straße zu bringen. Die tatsächliche Marktdynamik zeigt sich erst nach dem Verkaufsstart.

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